Politisch unabhängig: Kandidatin des Ausgleichs

Claudia Kalla möchte Bürgermeisterin von Heringen werden

Kandidatin: Claudia Kalla möchte als Bürgermeisterin auf die Menschen zugehen und sie in die Entscheidungsfindung einbeziehen. Foto: Reymond

Heringen. Die 36 Jahre alte Claudia Kalla möchte im März kommenden Jahres neue Bürgermeisterin in ihrer Heimatstadt Heringen werden.

Nach einem längeren Überlegungsprozess hat sie sich zur Kandidatur entschlossen und sich bereits die notwendigen Unterlagen im Rathaus abgeholt.

Insgesamt 62 Unterstützerunterschriften muss die K+S-Mitarbeiterin nun sammeln – doppelt so viele wie das Stadtparlament in der Werrastadt Sitze hat.

Bisher politisch eher unbedarft ist sie bestrebt, Verantwortung in der Stadtpolitik übernehmen zu wollen. Für einen kurzen Zeitraum gehörte sie dem im Juni gegründeten politischen Verein „Gemeinsam für Heringen“ (GfH) als Mitglied und Schriftführerin an. Doch schon nach kürzester Zeit kehrte sie dem Verein den Rücken und trat aus. „Ich habe bis dahin die GfH nach bestem Wissen und Gewissen unterstützt.“

Über die genauen Gründe ihres Rückzugs mochte sich Claudia Kalla nicht äußern. Lediglich einen Satz ließ sie sich entlocken: „Im Leben kommt es oft anders, als man denkt!“

An der GfH-Grundhaltung, wieder mehr für die Menschen in Heringen tun zu wollen, hält Kalla auch weiterhin fest: „Die Menschen hier in Heringen sind mir in den vergangenen Jahren ans Herz gewachsen. Mit meiner frühzeitigen Kandidatur möchte ich den Bürgern die Chance geben, mich besser kennenzulernen“, sagt sie.

Eigene Homepage

Schon in Kürze wird die Bürgermeisterkandidatin ihre eigene Homepage im Internet unter www.claudia-kalla.de freischalten lassen, um auch online mit den Heringern in Kontakt zu treten.

Die werden schon bald feststellen, dass Claudia Kalla eine Kandidatin des Ausgleichs ist: „Ich wünsche mir in allen Angelegenheiten für die Zukunft einen sorgsamen und verantwortungsvollen Umgang miteinander. Ich möchte konsensorientierte, offene, sachliche und argumentative Kommunalpolitik für alle Bürger machen.“

Spezielle Ideen, die sie als Bürgermeisterin in Heringen umsetzen möchte, hat die 36-Jährige noch nicht entwickelt. „Konkrete Sachziele werde ich erst formulieren, wenn ich mit den Menschen gesprochen habe. Auf jeden Fall wird es mit mir eine Zusammenarbeit ohne den Blick durch irgendeine politische Brille geben. Wir müssen gemeinsam frischen Wind aufnehmen. So ein Miteinander führt zu einem starken Heringen.“

Wissen in die Waagschale

Dabei wird Claudia Kalla ihre Kenntnisse als Diplom-Kauffrau und Diplom-Verwaltungsfachwirtin (FH) in die Waagschale werfen. Und sicherlich wird ihr ihre aktuelle Tätigkeit als Mitarbeiterin der Stabsstelle der Werksleitung im Bereich Umwelt und Genehmigungen bei der K+S Kali GmbH am Standort Hattorf im Wahlkampf nicht zum Nachteil gereichen. Schließlich ist der Düngemittelhersteller der größte Arbeitgeber im Werratal. Sollte es beim Versuch mit Bürgern ins Gespräch zu kommen einmal schwierig werden, dürfte spätestens beim Stichwort K+S das Eis gebrochen sein – so oder so.

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