Bürgermeisterkandidatin will den Einzelhandel in Heringen gezielt fördern

Claudia Kalla setzt auf einen Entwicklungsplan

ClaudiaKalla

Heringen. Für eine gesamtheitliche Betrachtung und Bewertung des Einzelhandels in Heringen müsse ein städtebauliches Entwicklungskonzept her, welches alle Ortsteile der Stadt einschließe. Nur so könne der Einzelhandel zielgerichtet gefördert werden, glaubt Bürgermeisterkandidatin Claudia Kalla.

„Das Entwicklungskonzept schafft einen verlässlichen und sachgerechten Grundrahmen sowohl für die Stadtverwaltung als auch für die Politik“, erklärt die Bürgermeisterkandidatin. So sei es möglich, Grundsatzentscheidungen sowie frühstmögliche Auswirkungen einzelner Standortentscheidungen auf die städtische Versorgungsstruktur einschätzen zu können.

„Des Weiteren stellt sich mir die Frage, wieso die Stadt Heringen die Planungskosten für die zweite Änderung des Bebauungsplans „Im Ried“ übernimmt? Im Verwaltungsrecht stehen oft mehrere Möglichkeiten zur Verfügung, um das gewünschte Ziel zu erreichen“, führt Kalla weiter aus

Ein Blick auf Sorga zeige einen anderen Weg auf. Hier beabsichtige aktuell eine Projektentwicklungsgesellschaft einen Rewe-Markt samt Getränkemarkt, Back-Shop und Metzger über einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan mit etwa 1400 Quadratmetern zu entwickeln, festzusetzen und umzusetzen. Dabei handele es sich um ein Gebiet, welches im Regionalplan 2009 als Vorranggebiet ,Siedlung im Bestand‘ dargestellt sei.

„Ähnlich verhält es sich beim Gebiet ,Im Ried‘, nur mit dem Unterschied, dass ein vorhandener Bebauungsplan mit einem bestehenden Sondergebiet an zupassen ist. Ein solcher vorhabenbezogener Bebauungsplan hätte unter Umständen auch im Falle der Stadt Heringen angewendet werden können. In der Regel werden damit konkrete Einzelvorhaben geplant“, erklärt Kalla. Dabei gehe die Initiative zur Bauleitplanung von einem privaten Investor aus. Vorteilhaft sei dabei, dass der Investor Planungs- und Erschließungskosten übernehme. „Durch diese Variante hätte unsere Stadt Heringen zunächst einmal Geld gespart“, ist sich Kalla sicher.

Ein Einzelhandelskonzept sei daher eine planvolle, von politischen Gremien abgesicherte, Alternative und biete dem bestehenden Einzelhandel, den Investoren und den Bürgern aller Stadtteile zukünftig Planungssicherheit. (red/rey)

Kommentare