Nach Grubenunglück

Unterbreizbach: Kaliförderung frühestens Anfang November

Unterbreizbach. Nach dem Grubenunglück vom 1. Oktober ruhen am K+S-Standort Unterbreizbach die Kaliförderung und die -produktion. Das teilt K+S-Pressesprecher Ulrich Göbel mit. Der Gasausbruch lasse die Wiederaufnahme der Rohsalzförderung nicht vor Anfang November zu.

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Die untertägigen Arbeiten konzentrierten sich derzeit auf die Bewetterung, um das noch vorhandene Kohlendioxid zu beseitigen. Erst danach sei eine umfassende Bewertung der Situation im Bergwerk selbst möglich. Da die Produktion ruhe, sei die Beschäftigung eines Großteils der Mitarbeiter nicht möglich. Hierfür würden zunächst Urlaubsansprüche und bestehende Zeitguthaben verbraucht. Für einen darüber hinaus gehenden Zeitraum mit Produktionsstillstand solle Kurzarbeit angemeldet werden.

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Der Stillstand in Unterbreizbach habe natürlich Auswirkungen auf die beiden anderen Standorte des Werkes Werra in Philippsthal und Heringen. Das liege daran, weil in Unterbreizbach die hochwertigsten Salze gefördert würden. Die fehlten nun besonders im Werk in Wintershall, um das dortige Rohsalz durch Beimischung aufzuwerten.

Die Kunden würden dennoch mit georderten Produkten beliefert. Der Ausfall der Produktion in Unterbreizbach werde aber wirtschaftliche Auswirkungen auf das gesamte Unternehmen haben, die heute noch nicht beziffert werden könnten, erklärt Göbel. (rey)

Grubenunglück in Unterbreizbach

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