Feier an der Brücke der Einheit

25 Jahre Mauerfall: Rund 7000 Besucher beim Bürgerfest in Philippsthal und Vacha

Philippsthal/Vacha. Über 7000 Menschen haben bei strahlendem Sonnenschein in Vacha und Philippsthal den Mauerfall vor 25 Jahren gefeiert. Nach einem ökumenischen Gottesdienst in der Kirche von Vacha zog eine lange Menschen-Karawane über die Brücke der Einheit nach Philippsthal.

Die beiden Ministerpräsidenten Christine Lieberknecht aus Thüringen und Volker Bouffier aus Hessen legten an der Brücke Kränze zum Gedenken an die Opfer des DDR-Unrechtsregimes nieder.

Danach wurde im Schlosspark von Philippsthal ein großes Bürgerfest mit viele politischer Prominenz gefeiert. Man habe bewusst Vacha und Philippsthal für den zentralen Festakt beider Länder ausgewählt, weil die Menschen hier jeden Tag die Teilung ganz real am eigenen Liebe erlebt hätten, sagte Bouffier. „Freiheit und Einheit sind keine Selbstläufer – es hätte auch alles anders kommen können“, mahnte der Ministerpräsident.

Ministerpräsidentin Lieberknecht zeigte sich tief bewegt von den Erinnerungen an den Mauerfall und sprach von „Gänsehaut-Momenten“. Der 9. November sei ein Tag der Begegnung der Menschen, deshalb feiere man auch ein Bürgerfest. „Die Freiheit muss aber jeden Tag aufs neue verteidigt werden“.

Vachas Bürgermeister Marin Müller sagte, das Freiheit auch schmerzlich sein könne. Der Gedanke an die mögliche Wahl des Linken Bodo Ramelow zum Ministerpräsidenten in Thüringen sei für viele Menschen, die unter dem DDR-Regime gelitten haben, dort unerträglich, aber sie sei zugleich auch ein Zeichen von Freiheit und Demokratie, sagte Müller unter minutenlangem Beifall.

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Philippsthals Bürgermeister Ralf Orth sagte, beide Gemeinden seien von einstigen einem „Vorposten der beiden Welten“, zu einem Land des Glücks und der Einheit geworden.“ Dieses Glück wurde nach den offiziellen Reden bei Freibier und kostenlosen Spezialitäten der Region ausgiebig gefeiert.

 

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