K+S setzt seine Grundwasser-Beobachtung fort

Hubschrauber erkundet Untergrund

Philippsthal. Die K+S Kali GmbH hat Hubschrauberflüge über dem Werratal in Auftrag gegeben. Dabei wird durch aerogeophysikalische Messungen aus der Luft der Untergrund erkundet.

Beim systematischen Überfliegen wird das magnetische Feld im Boden vermessen. Die Auswertung dieser Daten liefert Erkenntnisse zu den geologischen und hydrogeologischen Gegebenheiten im Untergrund.

Die Messungen sind notwendig, da es immer wieder Kritik an der Versenkung von Kalilauge in den Plattendolomit gibt. Die Gegner dieses Entsorgungsverfahrens befürchten eine Beeinträchtigung des Grundwassers (siehe auch Text oben). Erst am 8. August hatte das Verwaltungsgericht Kassel einen Eilantrag der Gemeinde Gerstungen und der Bürgerinitiative „Für ein lebenswertes Werratal“ abgelehnt. Beide hatten versucht, die Versenkerlaubnis, die bis zum Jahre 2015 gilt, durch ein mögliches Hauptsachverfahren für mehrere Jahre auszusetzen. Dies wurde abgelehnt. Jedoch besteht nach wie vor die Möglichkeit, in dem Hauptsachverfahren einen Versenkstopp zu erreichen.

Die jetzt geplanten Flüge ergänzen Messungen, die bereits in den vergangenen Jahren stattgefunden haben und dienen der Fortsetzung der behördlichen Mess- und Überwachungsprogramme. Die Befliegung beginnt in dieser Woche und findet zwischen Pferdsdorf und Wildeck statt. Sie dauert bis zu zwei Wochen. (rey)

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