Hintergrund: Sicherheitsmaßnahmen im Bergbau

Unterbreizbach. Die Arbeit eines Bergmanns birgt auch in einer hoch technisierten Welt noch Gefahren. Verschiedene Sicherheitsmaßnahmen sollen die Unfallgefahr unter Tage verringern. Einige Beispiele.

SELBSTRETTER: Diese Atemschutzgeräte mit Luftfilter können Bergleute etwa bei Bränden in verqualmten Stollen bis zu 50 Minuten mit Sauerstoff versorgen. Selbstretter gehören zur Arbeitskleidung wie Helm und Sicherheitsschuhe.

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BEWETTERUNG: Durch ein umfangreiches Belüftungssystem werden ständig Gas abgesaugt sowie Frischluft eingeblasen und verteilt. Ein Wettersteiger sorgt mit seinen Berechnungen dafür, dass der Bergmann trotz laufender Motoren großer Maschinen in einer gut belüfteten Umgebung arbeiten kann.

GASMESSSTATIONEN: In früheren Jahrhunderten warnten Singvögel im Stollen durch ihr Verhalten den Bergmann vor Gas im Schacht. Heute überwachen Sensoren ständig den Gasgehalt im Bergwerk und melden kritische Konzentrationen an die Grubensicherheitswarte über Tage.

TASTLÖCHER: Um Verschiebungen in Wänden und die Sicherheit der Decke im Abbauschacht zu überprüfen, werden an ausgewählten Orten Löcher gebohrt. So sollen Veränderungen rechtzeitig erkannt werden. In Kali-Gruben müssen mehrere tausend Tastlöcher regelmäßig kontrolliert werden.

WASSERTROGSPERREN: Sie sollen bei einer Explosionen unter Tage das Unglück begrenzen. Die Druckwelle der Detonation bringt an der Decke vieler Stollen hängende, mit Wasser gefüllte Wannen zum Bersten. Der sich bildende Wasservorhang soll Explosionsflammen löschen. (lhe)

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