IG BCE-Ortsgruppen Schenklengsfeld und Heringen hatten am 1. Mai eingeladen

Harte Töne und auch Lob

Friedrich Nothelfer, Vorsitzender des IG-BCE Bezirks Kassel, sprach in Heringen. Foto: nh

Widdershausen/Schenklengsfeld/. Auch in Widdershausen und Schenklengsfeld ist der Tag der Arbeit begangen worden. Eingeladen hatten die IG BCE-Ortsgruppen Schenklengsfeld und Heringen.

Knapp 300 Gewerkschafter waren dem Aufruf der IG BCE Heringen in die Dorfgemeinschaftshalle gefolgt. Der Vorsitzende des IG-BCE Bezirks Kassel, Friedrich Nothhelfer, ging in seiner Mai-Rede auf den Mindestlohn, den Missbrauch der Leiharbeit und die Eurokritik ein, und schlug auch „harte Töne“ an. Nothhelfer kritisierte den K+S Konzern. Anlass gaben die derzeit anstehenden Umstrukturierungsmaßnahmen, die Übernahmepolitik, der Wandel in der Führungsstruktur sowie die Einbindung der Mitbestimmung in der Interessenvertretung.

Nothhelfer wies aber auch auf die Erfolge hin, zum Beispiel die Umwandlung des bisherigen Lohn- und Gehaltssystems in ein richtungsweisendes neues Entgeltsystems.

Des weiteren lud Friedrich Nothelfer alle IGBCE- Mitglieder zur 125-Jahrfeier der IG BCE auf der Zeche Zollverein in Essen ein. Die Feier findet am 19. September statt.

Musikalisch wurde die Veranstaltung von der Bergmannskapelle Wintershall, unter der Leitung von Dirigent Elmar Sichler begleitet. Die Freiwillige Feuerwehr Widdershausen sorgte in gewohnt guter Qualität für die Bewirtung.

In Schenklengsfeld trafen sich die Mitglieder der IG BCE- Ortsgruppe im Gasthaus zur Linde (Geheb) zu ihrer 1-Mai-Kundgebung unter dem bundesweiten Motto „Die Arbeit der Zukunft gestalten wir“. Als Ehrengast und Redner war der CDU-Bundestagsabgeordnete Helmut Heiderich zu Gast. Er sprach über den Sozialabbau und den Kapitalmarkt, vor allem die Spannungen zwischen Arm und Reich wachsen seiner Meinung nach. Die Gewerkschaften setzen sich dafür ein, dass gleiche Arbeit auf der Welt gerechter angesehen und vergütet wird. Auch die vielen Arbeitsplätzen der Bergleute waren Thema. Der 1. Mai ist zudem auch Gedenktag der vielen Arbeitnehmer, die diesen Arbeitskampf schon beendet haben und denen Ehre gebührt, heißt es in der Mitteilung der IG BCE.

Helmut Heiderich betonte, dass die deutsche Wirtschaft auf der Welt unter den Führenden sei und ein sehr hohes Ansehen genieße. Von der Politik zu fördern sei die Mitbestimmung der Arbeitnehmer in Unternehmen. Eine Belastung auf Arbeitnehmer- wie auf Arbeitgeberseite seien die langfristig steigenden Kosten für die Rente. Anschließend fand noch eine kleine Diskussionsrunde statt. (red/nm)

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