Analytikzentrum der Kali+Salz AG in Unterbreizbach geht bald an den Start

Forschen und entwickeln

Mehr als 90 Beschäftigte sollen im neuen K+S-Forschungszentrum in Unterbreizbach arbeiten. Foto: Heiko Matz

Unterbreizbach. Im Herbst 2013 hatte es den ersten Spatenstich für das neue K+S Analytik- und Forschungszentrum (AFZ) im Unterbreizbacher Gewerbegebiet „Im Wolfsgraben“ gegeben. Mitte 2015 sollen dort mehr als 90 Wissenschaftler, Ingenieure, Techniker und Fachleute ihre Arbeit aufnehmen. Schon jetzt ist rege Betriebsamkeit an dem Neubau, der aus einem Technikum, Laboren und einem Bürogebäude besteht, zu beobachten. „Wir befinden uns derzeit in der Umzugs- und Inbetriebnahmephase“, berichtet Michael Wudonig, Sprecher der K+S Gruppe, auf Anfrage der Redaktion.

Über die Landesgrenze

Bisher betreibt K+S in Heringen ein Forschungsinstitut. Für die notwendige Erweiterung standen nach Angaben des Konzerns an diesem Standort keine Flächen zur Verfügung. Der Umzug von Hessen nach Thüringen, der mit der Schaffung neuer Arbeitsplätze verbunden sein soll, hatte bei Bekanntwerden für Freude im Wartburgkreis und für Empörung im angrenzenden Landkreis Hersfeld-Rotenburg gesorgt.

„Das neue AFZ soll zukünftig verstärkt auch zentrale Aufgaben für ausländische Tochtergesellschaften und Produktionsstandorte übernehmen“, so Wudonig. Schwerpunkte des Zentrums seien Aufbereitung, Verfahrenstechnik und Analytik. Ingenieure, Techniker und andere Wissenschaftler sollen vor allem an Produkt- und Verfahrensentwicklungen arbeiten. „Daneben prüfen wir, inwieweit sich Ergebnisse aus der Grundlagenforschung auf unsere spezifischen Fragestellungen anwenden oder übertragen lassen. Im angeschlossenen Zentrallabor werden Analysemethoden entwickelt, die spezifisch auf unsere Labore und Fabrikprozesse abgestimmt sind“, erläutert der K+S-Sprecher.

Auch eine offizielle Einweihung des neuen Analytik- und Forschungszentrums soll es geben. „Der Termin steht aber leider noch nicht fest“, so Wudonig. Leiter des AFZ ist Dr. Ludger Waldmann, der Leiter Forschungs- und Entwicklungsabteilung bei K+S.

30 Millionen

Die Investitionssumme für das neue Institut liegt nach Konzernangaben bei etwa 30 Millionen Euro. 20 Prozent davon kommen vom Land, das das Projekt fördert. Dieser Thüringer Zuschuss in Höhe von 5,7 Millionen Euro hatte die Standortwahl des Konzerns maßgeblich beeinflusst.

Die Mitarbeiterzahl im bisherigen Kali-Forschungszentrum lag nach Angaben von Michael Wudonig im Herbst 2013 bei etwa 65 und soll nach dem Unternehmensstart in Unterbreizbach auf mehr als 90 steigen. (bf)

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