Konzert in der Philippsthaler Schlosskirche begeisterte das Publikum

Faszinierender Jugendchor

Der Jugendchor der Landesschule Pforta begeisterte bei seinem Auftritt in der Philippsthaler in der Schlosskirche. Foto: Carola Finke

Philippsthal. Die zahlreichen Besucher, die zu nachmittäglicher Stunde in der Philippsthaler Schlosskirche dem A-cappella-Chorkonzert lauschten, waren durchweg fasziniert.

Die knapp 60 Sängerinnen und Sänger des Jugendchores der Landesschule Pforta bestachen durch ihren akuraten, ausdrucksstarken Gesang und Kersten Lachmann, der den Chor – natürlich mit unterschiedlichen Schülergenerationen – seit 1987 leitet, gelang es mittels einer ausgefeilten Dramaturgie eine außerordentliche Spannung zu erzeugen. Das Internatsgymnasium Landesschule Pforta in der Nähe von Naumburg an der Saale hat eine fast 500-jährige Tradition und steht in der Trägerschaft des Landes Sachsen-Anhalt. Es widmet sich der Begabtenförderung in den Bereichen Sprachen, Musik und Naturwissenschaften.

Der Jugendchor wurde bereits 1953 gegründet und besteht überwiegend aus Oberstufenschülern und -schülerinnen, die dem Musikzweig mit seinem erweiterten Musikunterricht angehören. Das Publikum in der Schlosskirche konnte sich geehrt fühlen, dass der Chor, der sich bereits bei zahlreichen Konzertreisen und Wettbewerben einen internationalen Namen machte, für sein Jahresabschlusskonzert die Philippsthaler Schlosskirche ausgesucht hatte.

Die Jugendlichen boten ein ausgesprochen vielseitiges Programm und berührten mit wunderschöner geistlicher Chormusik verschiedener Jahrhunderte, mit lebhaften Spirituals und ausdrucksstarken weltlichen Gesängen von Johannes Brahms.

Ein Quartett präsentierte ferner drei traditionell von Männerchören gesungene Lieder, wobei zum Beispiel das „Ännchen von Tharau“ eine ganz neue emotionale Färbung erhielt.

Den Abschluss des übrigens durchweg auswendig gesungenen Konzerts bildete der Zyklus „Aquarelle II“ des Zwickauer Komponisten Jürgen Golle mit Vertonungen von

Naturgedichten der Lyrikerin Eva Strittmatter. Dieses Werk war erst am Vortag in Schulpforta uraufgeführt worden. (red/fin)

Kommentare