Kreis bereitet Kommunen auf Flüchtlinge vor

Für Fall der Fälle in der Halle geübt

Widdershausen. Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg plant eine Notfallübung in der Mehrzweckhalle in Widdershausen. Das teilt Heringens Bürgermeister Hans Ries mit. Für den Fall, dass der Kreis plötzlich viele Flüchtlinge zugewiesen bekomme und diese nicht mehr in Wohnungen untergebracht werden könnten, solle geübt werden, wie viel Zeit benötigt werde, eine Halle als Flüchtlingsunterkunft herzurichten.

Die Menschen müssten laut Ries spätestens ab November in festen und beheizten Gebäuden untergebracht werden, die zudem über entsprechende sanitäre Einrichtungen verfügten. Eine Unterbringung in Zelten sei dann nicht mehr möglich. „Wichtig ist ebenso, dass Einkaufsmöglichkeiten bestehen, wie das zum Beispiel in Widdershausen eingeschränkt der Fall ist.“

Leerstehende Wohnungen

Ries hat die Firma K+S schriftlich gebeten, die leerstehenden Wohnungen in der Widdershäuser Straße anzubieten. Zunächst habe K+S abgelehnt und eine endgültige Entscheidung angekündigt. „Diese Wohnungen bieten die aus städtischer Sicht vorteilhafteste Lösung“, sagt Ries.

Ergänzend habe der Magistrat beschlossen, den Landrat zu bitten, mit dem Unternehmen das Gespräch zu suchen.

Belegung nicht vor November

„Wenn es jedoch tatsächlich, wie auch in anderen Kommunen, zu einer Belegung öffentlicher Hallen kommt, dann keinesfalls vor November“, versichert Ries.

In diesem Falle werde die Stadt alles Erdenkliche tun, um den Vereinen die Sportmöglichkeiten weiter zu gewähren und ebenso werde sich sicher auch der Kreis bemühen, verspricht Heringens Verwaltungschef Hans Ries.

Auf Vorschlag des Ortsbeirates wurde dem Landkreis mitgeteilt, dass das Anwesen der ehemaligen Gaststätte Führer in Widdershausen zur Unterbringung von Flüchtlingen geeignet wäre. (red/flk)

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