SPD und CDU in Philippsthal wollen bürgernahe Transfermöglichkeit prüfen lassen – FWG dagegen

Fahrdienst für Senioren zum Einkaufen

Andreas Nennstiel

Röhrigshof. SPD und CDU in der Philippsthaler Gemeindevertretung wollen durch den Gemeindevorstand ein Konzept für eine bürgernahe Transfermöglichkeit erstellen lassen. Genauer gesagt geht es darum, künftig älteren Menschen den Einkauf im Bereich Ulsterwiese zu ermöglichen.

Nachdem am 28. Februar mit dem Edeka-Markt – samt angebotenem Fahrdienst – nun die letzte Einkaufsmöglichkeit im Kern Philippsthals verschwunden ist, sehen sich die meisten Sozialdemokraten in der Pflicht, etwas für die älteren Mitmenschen zu tun. Denn sie waren es, die vor 13 Jahren die Einkaufsmärkte auf der grünen Wiese gegen die mahnenden Stimmen der CDU durchdrückten.

Schulterschluss

„Diesen Antrag verstehe ich nun als Schulterschluss des gegenseitigen politischen Respekts zweier Parteien in der Demokratie und dem Respekt gegenüber allen Bürgern“, sagte Andreas Nennstiel (SPD). Diese christ- und sozialdemokratische Zweisamkeit mochte die FWG aber nicht unterstützen: „Es ist schön, sich Gedanken zu machen, wie unsere älteren Mitbürger bei ihren Einkäufen unterstützt werden können. Wir finden es nur seltsam, dass diese Gedanken erst jetzt, nachdem der letzte innerörtliche Supermarkt in Philippsthal geschlossen hat, aufkommen“, erklärte Ralf Merkel für die FWG.

Wenn jemand Interesse habe, einen Fahrdienst aufzustellen, so möge er es tun, aber ohne Zutun der politischen Gemeinde, führte Merkel weiter aus.

Für die CDU stellte Ulrike Wenig klar, dass erst nach den geforderten Ausarbeitungen durch den Gemeindevorstand eine Entscheidung getroffen werden könne. „Erst dann werden wir in der Lage sein zu beurteilen, ob eine bürgernahe Transfermöglichkeit finanziell überhaupt zu leisten ist“, untermauerte Wenig.

Gegen diesen Antrag stimmten sechs Freie Wähler und drei Sozialdemokraten. Acht Sozialdemokraten und drei Christdemokraten brachten den Antrag schlussendlich auf den Weg.

Von Mario Reymond

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