Teile des Stromnetzes in Philippsthal und Heringen wurden für 470 000 Euro erneuert

Erdkabel ersetzt Masten

Hingeschaut: Die beiden Gemeindevertreter Heiner Reuber und Wilfried Erbe, Projektplaner Karsten Bickel, Tobias Döll vom Bauamt der Marktgemeinde, Andreas Nennstiel (Vorsitzender der Gemeindevertretung), Bürgermeister Ralf Orth und Jörg Gisselmann (Leiter der Netzregion Bebra) vor der neuen Trafostation am Recyclinghof in Heimboldshausen. Foto: Reymond

Philippsthal. Um die stetig wachsenden Anforderungen an die Stromversorgung zu erfüllen, wurden im Bereich der Marktgemeinde Philippsthal bei Heimboldshausen und im Heringer Stadtteil Wölfershausen Teile der Mittelspannungsleitung ausgewechselt. Zudem wurden zwei Gittermaststationen erneuert. Dafür investierte die Energienetz Mitte, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der EAM, etwa 470 000 Euro. Während eines Ortstermins informierten am Dienstagnachmittag Philippsthals Bürgermeister Ralf Orth und der Leiter der Netzregion Bebra, Jörg Gisselmann (Energienetz Mitte) über das Bauprojekt.

Neu strukturiert

Die Arbeiten standen im Zusammenhang mit den Investitionen der Energienetz Mitte zur Neustrukturierung, Modernisierung und zum Ausbau der Stromnetze. „Bei dem Projekt wurden die bisherigen Mittelspannungsfreileitungen durch rund 4200 Meter Erdkabel ersetzt. Außerdem wurden zwei Gittermaststationen in Heimboldshausen und in Wölfershausen vollständig erneuert“, sagte Gisselmann. Die Arbeiten wurden in enger Abstimmung mit den Gemeinden ausgeführt. So wurden Synergieeffekte durch einen gemeinsamen Bauabschnitt mit der Marktgemeinde Philippsthal genutzt, indem ein Teil des Mittelspannungskabels während der Sanierung eines Wirtschaftsweges verlegt wurde. Die Umsetzung des Projekts erfolgte zusammen mit Firmen aus der Region.

Die Erdverkabelung von Stromleitungen im Mittelspannungs- und Ortsnetzbereich habe entscheidende Vorteile hinsichtlich der Versorgungssicherheit. Erdkabel seien gegenüber Freileitungen Witterungseinflüssen, wie Sturm und Gewittern, viel weniger ausgesetzt und somit auch weniger störanfällig. So werde mit der Verkabelung ein wichtiger Beitrag geleistet, um eine leistungsfähige Stromversorgung langfristig sicherzustellen. Daneben trage die Erdverkabelung gleichzeitig dazu bei, das Landschaftsbild zu verschönern, führte Gisselmann weiter aus. (rey)

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