Philippsthaler haben vor Rallye-Start Spenden für den guten Zweck gesammelt

Im Bus durch neun Länder

Es kann losgehen: Mit diesem VW-Bus wollen Jana Clute-Simon und Björn-Martin Handor an der European Rallye teilnehmen. Mit ihrem Spendenschwein sammeln sie bis zum Start noch Geld für die Bad Hersfelder Tafel. Foto: Eisenberg

Philippsthal. Das Auto steht bereit, das Spendenschwein ist prall gefüllt – nur bei der Auswahl und Unterbringung der Ausrüstung sind Jana Clute-Simon und Björn-Martin Handor noch bei der Detailplanung.

Knapp vier Wochen bleiben den Philippsthalern noch, bevor sie am 12. September zur 3500 Kilometer langen Tour über Landstraßen durch neun europäische Länder aufbrechen. Sie bilden ein Team bei der European Rallye des Veranstalters Social Adventure Club (SAC) – unsere Zeitung berichtete.

Mit der Anmeldung haben die Abenteurer sich verpflichtet, mindestens 500 Euro für gemeinnützige Zwecke zu sammeln. Dieser Betrag ist bereits überschritten. Die Online-Spendenseite für das vom Veranstalter vorgegebene Kinderhilfswerk Die Arche zeigt derzeit einen Stand von 310 Euro an. Auf etwa 400 Euro schätzen beide den Inhalt des Spendenschweins, mit dem sie für die Bad Hersfelder Tafel als selbst ausgewählten Empfänger gesammelt haben.

Zäher als gedacht

Zäher als gedacht sei die Suche nach Unterstützung bei Firmen gewesen, berichtet Jana Clute-Simon rückblickend. Auf mehr Zuspruch traf das Team bei Freunden, Bekannten und deren Eltern, die unter anderem durch eine Teilnahme an der Philippsthaler Fachausstellung auf das Vorhaben aufmerksam wurden. Auch Björn-Martin Handors Motorsportverein hatte eine Spendenbox aufgestellt und steuerte etwas aus der Vereinskasse bei. Aber auch mehrere Betriebe haben entweder das Team oder die gemeinnützigen Organisationen unterstützt – als Dankeschön zieren deren Logos jetzt den das Auto. Der mit 500 Euro größte Einzelbetrag sei von der Firma Euro Fassadentechnik gekommen. Zudem hätten Firmen und Privatleute auch Sachspenden gestiftet – darunter eine Reiseapotheke, Einkaufsgutscheine, Campinggeschirr, Getränke, Landkrarten oder ein Kompass. Moderne Hilfsmittel wie Navigationsgeräte sind bei der Rallye nämlich nicht erlaubt.

Ihr Fahrzeug selbst sei ein Glücksgriff gewesen: Die Vorbesitzerin hatte den 1994 gebauten VW-Bus durchchecken lassen und die Reparaturkosten gescheut. Der Werkstattbesitzer, ein Bekannter der Abenteurer, vermittelte daraufhin den Kontakt. Das vom Veranstalter vorgegebene Mindestalter von 20 Jahren wurde mit dem Bus zwar eingehalten, das ebenfalls festgelegte Budget von 2500 Euro aber nicht ganz. „Nach dem Regelwerk müssen wir deshalb mehr spenden“, erklärt Jana Clute-Simon.

Vorfreude steigt

Jetzt steige die Vorfreude auf die abenteuerliche Fahrt von München nach Lissabon. Eine andere Erkenntnis haben die Philippsthaler bereits vor dem Start gewonnen: „Die Leute sind durchaus bereit zu spenden, wenn sie die Sammler kennen und es um ein Projekt in der Region geht“, betont Jana Clute-Simon.

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Von Jan-Christoph Eisenberg

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