Heringer Bürgermeister-Kandidaten versprechen beim HZ-Forum mehr Bürgernähe

Wahlforum in Heringen: Im Dialog zum Ziel

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Wahlforum in Heringen, von links Hans Ries, Daniel Iliev, Kai A. Struthoff, Claudia Kalla und Björn Schäfer.

Heringen. Mit dem Versprechen, den Dialog zu suchen und mehr Bürgernähe zu zeigen, versuchen Claudia Kalla, Daniel Iliev und Björn Schäfer bei der Bürgermeisterwahl in Heringen gegen Amtsinhaber Hans Ries zu punkten. Das zeigte sich am Dienstagabend beim Kandidaten-Forum unserer Zeitung vor gut 600 Zuhöreren im Bürgerhaus.

Doch auch Ries zeigte sich zuversichtlich, dass nach der Wahl, bei der auch eine neue Stadtverordnetenversammlung bestimmt wird, wieder ein parteiübergreifendes Miteinander möglich ist.

Die weitere Entwicklung der Heringer Kernstadt, die Ausweisung neuer Gewerbeflächen, die interkommunale Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden, der Straßenbau und die Zukunft des Kali-Bergbaus waren Themen der Diskussionsveranstaltung, die vom Redaktionsleiter der Hersfelder Zeitung, Kai A. Struthoff, moderiert wurde.

Die Stellungnahmen der drei Ries-Kontrahenten mündeten dabei stets in der Zusage, gemeinsam mit anderen nach einer mehrheitsfähigen Lösung zu suchen. Stichworte wie „Dialog“, das „Miteinander“ oder „Runder Tisch“ waren immer wieder zu hören.

Die derzeitigen „Heringer Verhältnisse“, bei denen der Dauer-Zwist zwischen Bürgermeister und Stadtparlamentariern die politische Arbeit immer wieder lahmlegt, wurde allseits als hinderlich beklagt. Schuldzuweisungen der drei unabhängigen Mitbewerber gegen Hans Ries (WGH) blieben jedoch weitgehend aus.

HZ-Wahlforum in Heringen

Konkrete Vorstellungen, wie die Zukunft der Werrastadt gestaltet werden könnte, hatten die Kandidaten nicht zu bieten, die Ideen blieben im Ungefähren. Nur der amtierende Bürgermeister kündigte an, in den kommenden drei Jahren – mehr als eine halbe Wahlzeit will Hans Ries nicht mehr absolvieren – bereits begonnene Projekte im Straßen- und Kanalbau abschließen zu wollen.

Fragen aus dem Publikum richteten sich unter anderem nach dem Bau weiterer Windkraftanlagen, dem Abbau der Schulden im städtischen Haushalt, der Jugendarbeit und der Bestandssicherung für die heimische Wirtschaft. Auch hier liefen die Antworten der Kandidaten immer wieder darauf hinaus, dass gemeinsam nach einem Konsens gesucht werden muss. (ks)

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