Bundesaußenminister Steinmeier beim SPD-Neujahrsempfang in Heringen

Steinmeier: Beim Lösen von Konflikten ist beharrliche Arbeit gefragt

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Gefragt: Frank Walter Steinmeier schreibt Autogramme beim SPD-Neujahrsempfang in Heringen.

Heringen. Bundeaußenminister Frank-Walter Steinmeier war am Freitagabend der umjubelte Gast beim Neujahrsempfang der Heringer SPD. Bevor er zum Hessen-Gipfel der Sozialdemokraten nach Friedewald weiterreiste, hatte er kurz Station an der Werra gemacht.

Während in Friedewald etwa 120 Demonstranten der Alternative für Deutschland gegen die Asyl- und Flüchtlingspolitik der Regierung demonstrierten, verspürte Steinmeier in Heringen vor fast 200 Gästen dagegen keinen Gegenwind.

 Dort schrieb er im Martin-Luther-Haus nach umjubeltem Empfang ein paar Autogramme, trat ans Rednerpult und verdeutlichte, dass es bei der aktuellen weltpolitischen Lage nicht ganz leicht sei, Auswege aufzuzeigen. Er fügte an, dass beharrliche Arbeit aber oft zum Erfolg führe. So in der Ukraine-Krise, die zwar noch nicht komplett gelöst sei, wo aber die Waffen ruhten. Und auch beim Iran-Konflikt, wo nach zwölf Jahren Verhandlungen die Vernunft gesiegt habe und auf den Griff zur Atombombe verzichtet worden sei.

Bundesaußenminister Steinmeier beim SPD-Neujahrsempfang in Heringen und beim Hessen-Gipfel der Sozialdemokraten in Friedewald

Zuversicht nannte Steinmeier als Schlagwort. Sie müsse in diesem Jahr dazu beitragen, den seit fünf Jahren andauernden Bürgerkrieg in Syrien zu beenden. Und mit Blick auf die vielen Flüchtlinge forderte er zu ehrenamtlichem Engagement auf. Wir dürften nicht denen nachlaufen, die die einfache Lösung wollen und schreien: „Macht die Grenzen dicht.“

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