Wahlbeteiligung lag bei 67,9 Prozent - Ries ist zerknirscht, Iliev gibt sich siegessicher

Bürgermeisterwahl in Heringen: Stichwahl zwischen Hans Ries (45,4 Prozent) und Daniel Iliev (39,4 Prozent)

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Müssen in Heringen in die Stichwahl: Herausforderer Daniel Iliev (links) und Amtsinhaber Hans Ries.

Heringen. Amtsinhaber Hans Ries hat bei der Bürgermeisterwahl in Heringen mit 45,4 Prozent (1858 Stimmen) knapp die Nase vorn. Die von ihm selbst angestrebte absolute Mehrheit verfehlte er deutlich. Am 20. März muss er in die Stichwahl gegen Daniel Iliev, der 39,4 Prozent (1615 Stimmen) erreichte.

Während Hans Ries einen zerknirschten Eindruck machte, strahlte Iliev über das ganze Gesicht. „Ich bin superfroh, dass es in die Stichwahl geht. Ich hatte persönlich mit etwa 40 Prozent gerechnet. Und das ist ja auch eingetreten. Heringen will den Wechsel. Ich freue mich auf ein tolles Ergebnis am 20. März“. Björn Schäfer (8,9 Prozent – 364 Stimmen) war ebenfalls zufrieden mit seinem Resultat. „Das habe ich aus dem Stand heraus geschafft. Jetzt hoffe ich auf den Wechsel.“ Sagte es und verabschiedete sich von Daniel Iliev mit einem kräftigen Händedruck. Kandidatin Claudia Kalla, die 6,3 Prozent (259 Stimmen) erhielt, war nach Bekanntgabe des vorläufigen Endergebnisses um 19.42 Uhr nicht mehr im Bürgerhaus.

Bürgermeister Hans Ries selbst hatte eine Erklärung dafür parat, warum es für ihn im ersten Wahlgang nicht gereicht hat: „Ich glaube, dass meine Ankündigung keine volle Amtszeit mehr durchziehen zu wollen, zu diesem Resultat geführt hat.“ Jetzt gelte es, die Wähler in 14 Tagen noch einmal zu mobilisieren. Die Wahlbeteiligung hatte mit 67,9 Prozent deutlich unter der aus dem Jahre 2010 gelegen. Damals waren noch 75,6 Prozent der Heringer an die Urne gegangen. Sein absolut bestes Resultat erzielte Hans Ries in seinem Heimatort Herfa. Dort bekam er 226 Stimmen. Daniel Iliev 100. Der Herausforderer lag in Leimbach, Bengendorf, in Teilbereichen der Kernstadt und bei der Briefwahl leicht vor dem Amtsinhaber. In den anderen Stadtteilen hatte Hans Ries mehr oder weniger deutlich die Nase vorn.

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