Fraktionsvorsitzende lenken ein

Bewegung im Heringer Kanalstreit: Erörterungstermin überzeugt Politiker

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Heringen. Nach langer Verzögerung können einige heftig umstrittene Tiefbauprojekte in Heringen nun vermutlich doch in Angriff genommen werden.

Bei einem fast dreistündigen Erörterungstermin, der auf Betreiben der Kommunalaufsicht anberaumt worden war, ließen sich die Fraktionsvorsitzenden der im Stadtparlament vertretenen Parteien und Gruppierungen von den dort vorgestellten Planungen überzeugen. Sie hatten zuvor kritisiert, dass Bürgermeister Hans Ries zu teure „Luxuslösungen“ anstrebe.

„Es geht nicht um das Ob, sondern um das Wie“, stellte die Leiterin der Kommunalaufsicht Marianne Hühn zu Beginn des Treffens klar. Es sei unstrittig, dass die Kanäle der Stadt saniert werden müssten. Allerdings zweifelte auch Hühn an der Dimension der vorgeschlagenen Planungen. Peter Stötter von der WGH-Fraktion betonte, man sorge sich, dass die Schulden der Stadt und die mit den Bauvorhaben verbundenen finanziellen Belastungen der Anwohner ins Unermessliche steigen.

Bei dem Erörterungstermin erklärten die Experten der beauftragten Planungsbüros ausführlich ihre Vorgehensweise und beantworteten die Fragen der Kommunalpolitiker.

Keine Lösung zeichnet sich indes im Streit um die Kraftwerksstraße und den Bahnübergang ab. Die Fachausschüsse lehnten die Pläne von Bürgermeister Ries erneut mehrheitlich ab. (kai)

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