Älter als gedacht: Marktgemeinde Philippsthal feiert im Jahr 2020 den 850. Geburtstag

Geplante Jubelfeier zum 825. Geburtstag Philippsthals fällt im kommenden Jahr aus

Philippsthal. Die für das kommende Jahr in Philippsthal geplante 825-Jahrfeier fällt aus. Stattdessen soll nun im Jahr 2020 bereits der 850. Geburtstag Philippsthals begangen werden.

Nach heutigem Stand der wissenschaftlichen Forschung ist nämlich der Ort Kreuzberg als Cruceburc in einer Urkunde des Kaisers Friedrich I. Barbarossa vom 25. Juli 1170 für die Reichsabtei Fulda erstmals erwähnt worden. Die Urkunde wird im Hessischen Staatsarchiv in Marburg verwahrt. Der Urkundentext ist in der „Monumenta Germaniae Historica. Die Urkunden der deutschen Könige und Kaiser, Band 10/3: Die Urkunden Friedrichs I. 1168-1180“ ediert.

Die bisherigen Jubiläumsfeiern resultierten aus einer urkundlichen Erwähnung im „großen Privileg von Papst Cölestin III. vom 12 November 1191“. Darin wird das Benediktinerinnenkloster Kreuzburg als Crucebergense monasterium erstmals urkundlich aufgeführt. Aufgrund dieser Eintragung wurde im Jahre 1991 noch der 800. Geburtstag Philippsthals begangen.

Aufgrund der neuen Erkenntnisse, die jetzt Reiner Köberich bei seinen Arbeiten für eine neue Ortschronik herausgefunden hat, wird die Marktgemeinde Philippsthal im kommenden schon 846 Jahre alt. Und das ist kein runder Geburtstag. Daher besteht in Philippsthal erst im Jahr 2020 wieder ein Grund für eine größere Jubelfeier an der Werra. (rey)

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