Sanierter Ortskern von Philippsthal wurde offiziell eingeweiht

Alles neu im Schloss

Neue Mitte: Seit der Sanierung sprudelt in der Mitte des Philippsthaler Schloss-Innenhofs ein Fontänenfeld, das die Gäste der offiziellen Einweihung auf unserem Bild in Augenschein nehmen. Foto: Henning

Philippsthal. Mitarbeiter der Verwaltung und des Bauhofes, Pfarrerin Rita Stückrath-Frisch und die Mitglieder der Gemeindegremien haben zusammen mit den Architekten und Vertretern den neugestalteten Philippsthaler Schloss-Innenhof und Ortskern eingeweiht.

Anlass für die Arbeiten im Bereich der Mühlstraße, des Marktplatzes und der Zinns Gasse war laut Bürgermeister Ralf Orth, dass die Abwasserkanäle und die Trinkwasserleitungen durch die EnergieNetz Mitte erneuert werden mussten. In diesem Zusammenhang hatte sich die Marktgemeinde entschlossen, auch die Fahrbahn grundhaft zu erneuern. In Absprache mit der der Denkmalschutzbehörde hatte man sich für Natursteine entschieden. 166 400 Euro Fördergeld kamen von Hessen Mobil. Im Herbst 2012 hatten die Arbeiten begonnen. Dabei wurden die komplette unterirdische Infrastruktur sowie die Fahrbahn und Gehwege erneuert. Die Arbeiten erstreckten sich bis April 2014. Die Baukosten für den Straßenbau betragen etwa 600 000 Euro. Hinzu kommen die Kosten in gleicher Höhe für den Leitungsbau, welche von der Energie-Netz Mitte getragen werden.

Kulturdenkmal

Anschließend war der als Kulturdenkmal geschützte Schlossinnenhof im Zusammenhang mit dringend erforderlichen Kanalbauarbeiten, ebenfalls unter Einbeziehung des Denkmalschutzes, saniert worden. Ein einheitliches Pflasterbild soll nun wieder den früheren Platzcharakter vermitteln und ermöglicht die funktionsgerechte Nutzung als Marktplatz und Veranstaltungsort. Ein Fontänenfeld bildet die neue Mitte des Platzes. Den Verlust der stark geschädigten Bäume sollen umfassende Neupflanzungen ausgleichen. Die Allee aus widerstandsfähigen Silberlinden stellt hierbei das wichtigste Element dar.

Um ein einheitliches Bild zu schaffen, wurden auch Wegeflächen im Bereich der Kirche und der Seniorenresidenz Ambiente mit einbezogen.

Die veranschlagten Gesamtkosten von 1,27 Millionen Euro sind nach Auskunft von Bürgermeister Ralf Orth unterschritten worden. Geplant hatten die Umgestaltung des Schlossinnenhofs die Landschaftsarchitekten Wette und Küneke aus Göttingen in Verbindung mit dem Ingenieurbüro Rother, das auch für die Sanierung der Straßen im Ortskern verantwortlich war. Ausführende Bauunternehmen waren die Firma Räuber (Schlosshof) aus Bad Hersfeld und die Firma Hermann aus Heimboldshausen (Mühlstraße/Marktplatz).

Von Heike Henning

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