Heringen: K+S will Öffentlichkeit frühzeitig informieren

Abraumhalde Wintershall soll erweitert werden

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Die Abraumhalde des Kalistandortes Wintershall soll erweitert werden.

Das K+S-Verbundwerk Werra plant, die Rückstandshalde am Standort Wintershall in Heringen zu erweitern. Die hierfür erforderlichen Planungs- und Genehmigungsverfahren seien aufgrund des rechtlich vorgegebenen Verfahrensablaufs bereits jetzt eingeleitet worden.

Die derzeit genehmigte Haldenfläche werde voraussichtlich 2018 belegt sein. „Das Genehmigungsverfahren wird nach den entsprechenden gesetzlichen Vorgaben als bergrechtliches Planfeststellungsverfahren mit Umweltverträglichkeitsprüfung und integriertem Zielabweichungsverfahren unter Beteiligung der Öffentlichkeit ausgeführt“, erklärt K+S-Sprecher Ulrich Göbel. Der erste Verfahrensschritt bestehe darin, zunächst den Umfang der Umweltverträglichkeitsstudie sowie der erforderlichen Gutachten festzulegen.

Dazu habe das Regierungspräsidium Kassel die Träger öffentlicher Belange sowie die Vertreter der anerkannten Naturschutzverbände für heute zu einem Scoping-Termin eingeladen.

Alternativen prüfen

„Trotz Nutzung der besten verfügbaren Technik ist es am Standort Wintershall nicht möglich, auf eine Aufhaldung der festen Rückstände aus der Kaliproduktion zu verzichten. Sie soll aber die Umwelt so wenig wie möglich beeinträchtigen“, merkt Göbel an. Deshalb werde nicht nur geprüft, ob die Aufhaldungsmenge durch geeignete Maßnahmen reduziert werden könne. Auch für die notwendige Erweiterung seien verschiedene Standortvarianten abgewogen worden. Als Ergebnis werde zur Genehmigung eine Erweiterung der bestehenden Halde um insgesamt 27 Hektar – einschließlich Infrastruktur – nach Südosten vorgeschlagen.

„Insbesondere konnte damit auch Rücksicht auf bestehende Schutzgebiete genommen werden. Soweit Umweltbeeinträchtigungen durch die Haldenerweiterung nicht vermieden werden können, werden diese durch Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen kompensiert“, führt Göbel weiter aus. Die notwendige Haldenerweiterung sei eingebettet in die Gesamtstrategie von K+S, zu der auch das Maßnahmenpaket zum Gewässerschutz sowie die Entwicklung dauerhafter und nachhaltiger Entsorgungswege für Salzabwässer gehörten. Ziel sei es, durch möglichst umweltverträglich gestaltete Produktionsverfahren und die Weiterentwicklung des Rückstandsmanagements heimische Rohstoffe auch in Zukunft erfolgreich und wettbewerbsfähig für die industrielle Wertschöpfung nutzen zu können. (red/rey)

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