Karl Fröhlich setzt sich seit Jahrzehnten für Oberaula ein – Bundesverdienstkreuz

Bundesverdienstkreuz für Karl Fröhlich aus Oberaula

Engagiert seit Jahrzehnten: Karl Fröhlich aus Oberaula hat sich viele Jahre ehrenamtlich für die Gemeinde und in Vereinen engagiert. Dafür wird er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Immer an seiner Seite: Seine Frau Martha, mit der er seit 1954 verheiratet ist. Foto: Zacharias

Oberaula. Karl Fröhlich ist Oberaulaer mit Leib und Seele. Hier ist er geboren und aufgewachsen, hier ging er zur Schule und hier hat er gearbeitet. Hier lernte er auch seine Frau Martha kennen, ebenfalls gebürtige Oberaulaerin, baute mit ihr und den Eltern gemeinsam ein Haus, in dem das Paar noch heute lebt, und zog zwei Kinder groß. Jetzt wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

In den ersten 43 Jahren seines Lebens war Karl Fröhlich beruflich als Molkereifacharbeiter in der damaligen Molkerei in Oberaula so stark eingespannt, dass an ehrenamtliches Engagement gar nicht zu denken war. Lediglich für seine Hobbys, den Gesang und den Sport, konnte er sich ein wenig Zeit nehmen. Doch dann wurde die Molkerei geschlossen und Fröhlich musste sich eine neue Arbeit suchen. Die fand er als Hausmeister an der Schule.

Einigermaßen geregelte Arbeitszeiten ließen ihm nun mehr Raum dafür, sich für seine Heimatgemeinde einzusetzen. Und das tat Karl Fröhlich mit voller Kraft. „Halbe Sachen waren nie meine Art“, meint er. 1970 wurde Karl Fröhlich Mitglied der SPD und kurz danach stieg er in die Kommunalpolitik ein: Etwa 20 Jahre war er Gemeindevertreter, darunter viele Jahre Fraktionsvorsitzender der SPD und Parlamentsvorsitzender. Rund 18 Jahre lang war er Mitglied im Gemeindevorstand, davon fünf Jahre als Erster Beigeordneter Stellvertreter des Bürgemeisters. Außerdem war Fröhlich von 1974 bis 2013 Schiedsmann, von 1985 bis 2013 Ortsgerichtsvorsteher bzw. Stellvertreter, mehrere Jahre Ortsvorsteher und gehört seit 2004 dem Seniorenbeirat an, wo er sich allerdings nicht noch einmal zur Wahl stellen möchte.

„Ich wollte immer etwas für Oberaula tun“, nennt Karl Fröhlich seine Motivation. Wobei tun durchaus wörtlich zu nehmen ist. Zahlreiche Arbeitseinsätze auf dem Friedhof, bei der Gestaltung des Marktplatzes und der Verschönerung des Ortsbildes hat Fröhlich geleistet.

Da er als Kind den Zweiten Weltkrieg miterlebt hat, weiß er auch um die Bedeutung von Frieden und europäischer Verständigung. Er gehört zu den Gründervätern der Partnerschaft mit dem französischen Marsanne, die er immer auch aktiv begleitet hat.

Das politische Engagement brachte es mit sich, dass Fröhlich auch in zahlreichen Vereinen Mitglied und aktiv wurde. So hat er zum Beispiel am Bau des Sportlerheims und des Schützenhauses mitgewirkt. Besonders engagiert war er in der Chorvereinigung, wo er von 1970 bis 1993 den Vorsitz inne hatte. Schon als junger Mann entdeckte Karl Fröhlich seine Leidenschaft für’s Chorsingen und pflegt diese Liebe gemeinsam mit seiner Frau bis heute. Auch wenn es, sehr zum Bedauern der Fröhlichs, keinen großen Chor mehr gibt, treffen sie sich mit anderen Sängern regelmäßig im Singkreis Hausen und auch in kleiner Gruppe bei sich zuhause.

Bei aller Heimatverbundenheit waren die Fröhlichs aber auch immer reiselustig. Mit den Kindern ging es zum Zelten nach Italien und Spanien, später waren sie oft mit der Volkshochschule unterwegs und vor zehn Jahren sogar in den USA. „Es wird uns nicht langweilig“, versichert Karl Fröhlich,

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