Neue Rundbank am Oberaulaer Markt in Gedenken an Hotelchef

Einweihung mit dem Posaunenchor

Ein Vermächtnis für die Gemeinde: Im Beisein zahlreicher Oberaulaer und eingerahmt von Bürgermeister Klaus Wagner (links) und Ortsvorsteher Hans-Jürgen Schneider (rechts) nahmen Käthe (links) und Elke Lepper am Donnerstagabend an der offiziellen Übergabe der von ihnen gespendeten Rundbank um die Linde am Rande des Marktplatzes teil. Foto: Löwenberger

Oberaula. Passend mit „Am Brunnen vor dem Tore“ eröffnete der Oberaulaer Posaunenchor eine kleine Feierstunde am Donnerstagabend zur Einweihung einer neuen Rundbank um die Linde am Rande des Marktplatzes der Knüllgemeinde.

„Ich hätte nicht gedacht, dass so viele kommen“ zeigte sich Bürgermeister Klaus Wagner überrascht, „schließlich geht es nur darum, ein neues Möbelstück in unserem Wohnzimmer in Betrieb zu nehmen“. Als „gute Stube Oberaulas“ habe sein Vorgänger Karl-Heinz Vestweber den Marktplatz bezeichnet. Vor drei Jahren habe man die marode Holzrundbank aus Sicherheitsgründen abbauen müssen. Zwischenzeitlich seien Einzelbänke aufgestellt worden, weil der gemeindliche Haushalt kein Geld für eine neue Bank hergab.

Spenden statt Blumen

Jetzt kam Geld aus einem traurigen Anlass: Zum Ableben des Hotelchefs Karl Lepper im vergangenen Herbst hatten dessen Ehefrau Käthe und Tochter Elke statt Zuwendungen, Blumen und Kränzen um Spenden für die DRK-Ortsgruppe und den Nachbarschaftshilfeverein „Gemeinsam für Oberaula“ (GfO) gebeten. Dieses Geld habe den Verein in die Lage versetzt, die Rundbank aus Recycling-Kunststoff zu beschaffen, sagte Wagner in seiner Funktion als GfO-Vorsitzender. Eine kleine Tafel erinnert an den „Gründer des Hotel Zum Stern und Förderer des Tourismus in Oberaula“.

Wagners Dank ging an die Familie Lepper, an den GfO-Vorstand für die einstimmige Beschlussfassung, an den Ortsbeirat für die ständige Anmahnung, an Brigitte und Rainer Arnold für kostengünstige Beschaffung und Aufstellung und an den gemeindlichen Bauhof für die Gestaltung des Umfeldes.

„Mein Vater hätte sich sicher sehr gefreut“, bedankte sich Elke Lepper auch im Namen ihrer Mutter für die Ehre, die Karl Lepper damit zuteil werde. Es sei sicher in seinem Sinne gewesen, dass alles, was an Kondolenzen zugedacht war, in Oberaula bleibe. (lö)

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