Skulptur erinnert an Basaltabbau im Nöll und an das Wappentier Oberaulas

Eine Stele für die Ewigkeit

Diese rund zwei Meter hohe Basaltstele am Osterteich weihte Oberaulas Bürgermeister und Vorsitzender des Verkehrs- und Gewerbevereins, Klaus Wagner (vorne rechts) am Donnerstagnachmittag gemeinsam mit dem Bildhauer Kurt Makowski im Beisein zahlreicher Oberaulaer offiziell ein. Foto: Löwenberger

Oberaula. Eine künstlerisch gestaltete Basaltsäule übergab Oberaulas Bürgermeister Klaus Wagner am Osterteich im Beisein von Mandatsträgern, Vertretern ortsansässiger Betriebe und Oberaulaern offiziell der Öffentlichkeit.

2,50 Meter hoch ragt die eine Tonne schwere und mehr als zehn Millionen Jahre alte Basaltsäule aus dem Boden empor. Der Stein ist Anfang des 20. Jahrhunderts vermutlich wegen seiner für die Region ungewöhnlichen Größe dem Malwerk des Brechers entgangen.

In mühevoller Arbeit hat der Bildhauer Kurt Makowski aus Neukirchen in einer von Johannes und Christel Herrmann zur Verfügung gestellten Halle der ehemaligen Baufirma Völker zwei Reliefs aus dem Stein heraus gearbeitet.

Mit Diamantscheiben

„Eine Säule dieser Größe und mit diesem Durchmesser ist äußerst selten zu finden“, erläuterte Makowski, und mit Hammer und Meißel könne man da nichts ausrichten. Mit Diamantscheiben habe er die Figuren aus der Säule geschnitten und geschliffen. „Die schwarze Farbe der Reliefs zeigt die eigentliche Farbe des Basalts, nachdem er poliert wurde“, erklärte der Künstler. Die werde zwar mit der Zeit verblassen, die Stele könne aber, so nichts Unvorhergesehenes passiere, auch in zwei- oder dreitausend Jahren noch stehen.

Gleich dreifachen Symbolgehalt habe die Stele, erklärte Wagner: „Das Material als solches erinnert an den fast 100 Jahre währenden Basaltabbau im Nöll, die Eule dient als Hinweis auf das Oberaulaer Wappentier und das Konterfei einer Schwälmer Frau zeigt die Zugehörigkeit der Gemeinde zum Rotkäppchenland und der Grimmheimat Nordhessen.

Initiiert worden war die gesamte Aktion durch den Verkehrs- und Gewerbeverein. Dass man sich nach vielen Überlegungen für eine Skulptur aus Basalt entschieden hatte, resultierte aus Makowskis Vorschlag. Finanziell ermöglicht wurde das Vorhaben erst durch die glückliche Fügung, dass der Wahlshäuser Karl Ickler die seltene Säule auf seinem Bauhof „rumliegen“ hatte und sich spontan dazu entschied, sie dem Verein zu spenden.

Fläche gepflastert

Zudem gab es eine finanzielle Beteiligung der Annette-Hellwig-Stiftung. Mitarbeiter des Bauhofes haben noch eine kleine Fläche rund herum gepflastert – natürlich mit Basaltstein.

Von Bernd Löwenberger

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