Marktgemeinde Niederaula und Stadt Bad Hersfeld unterzeichnen Vereinbarung

Abwasser aus Kerspenhausen fließt jetzt nach Bad Hersfeld

Effektive Arbeit: Mit dem zusätzlichen Abwasser aus Niederaula wird die Kläranlage in Bad Hersfeld besser ausgelastet. Foto/Archiv: Schönholtz

Kerspenhausen/Bad Hersfeld. Die Marktgemeinde Niederaula betreibt bislang die mechanisch-biologische Kläranlage im Ortsteil Kerspenhausen. Zukünftig wird das Abwasser aus Kerspenhausen an das Netz der Kreisstadt übergeben. Die Anlage in Kerspenhausen soll entsprechend umgebaut werden, um das Abwasser über eine rund 1,6 Kilometer lange Druckleitung zu fördern.

Darüber haben die Marktgemeinde Niederaula und der Magistrat der Kreisstadt Bad Hersfeld nun eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung abgeschlossen. Bürgermeister Thomas Rohrbach und der Erste Beigeordnete Gerhard Eckstein unterschrieben auf Niederaulaer Seite, für den Abwasserbetrieb Bad Hersfeld setzten Bürgermeister Thomas Fehling und Erster Stadtrat Gunter Grimm die Unterschriften unter die Vereinbarung.

Als „Marschroute für die Zukunft“ sehen die beiden Bürgermeister Thomas Rohrbach (Niederaula) und Thomas Fehling (Bad Hersfeld) das Projekt an: „Keine Gemeinde kann und muss alle kommunalen Einrichtungen und Dienstleistungen selber schaffen und vorhalten, wenn der Nachbar in diesem Bereich schon gut aufgestellt ist.“ Die Marktgemeinde spart notwendige Investitionen in die eigene Anlage, der Auslastungsgrad der Kläranlage Bad Hersfeld steigt durch das Abwasser aus Niederaula. Auch die Fulda wird sauberer, da größere Kläranlagen effizienter arbeiten als kleinere Einheiten. Beide Seiten lobten die enge Abstimmung und gute Zusammenarbeit im Vorfeld des Vertrages: „In den letzten eineinhalb Jahren haben wir viel an dem Thema gearbeitet, damit wir nun unsere Resourcen clever nutzen können.“ Erklären Rohrbach und Fehling einmütig.

Beirat bilden

Damit das so bleibt, ist die Bildung eines Beirates vereinbart, der nach Herstellung der Abwasserdruckleitung künftig einmal jährlich zur Sicherstellung der guten Kooperation zwischen beiden Nachbarkommunen tagen soll.

Der nächste Schritt wird sein, die Planungsleistungen für die neue Abwasserdruckleitung von Kerspenhausen in Richtung Asbach zu vergeben. Der Anschluss soll am Ortsende des Stadtteils Asbach in Richtung Beiershausen erfolgen. Der eigentliche Bau und die Inbetriebnahme sind für Ende 2017 vorgesehen.

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