Niederaulaer Grüne kritisieren zusätzliche Ausgaben beim elektronischen Ticketkauf

Bad Hersfeld. Wer in Bad Hersfeld ein Parkticket kauft, kann das seit ein paar Wochen auch über sein Handy und eine entsprechende App erledigen. Der Ortsverband Niederaula von Bündnis 90/Die Grünen kritisiert in einer Pressemitteilung, dabei anfallende Zusatzkosten.

Wie hoch die seien, würde oder könne aber nicht genannt werden, heißt es darin. Der Verband ist der Meinung, dass Bürger und Gäste der Stadt auf diese Weise zu Mehrausgaben verführt würden. Für den angebotenen Komfort nähmen die Anbieter unterschiedliche Zuschläge, die den kommunalen Parkgebühren hinzugerechnet würden. Auf den Reklameschildern am Kassenhäuschen auf dem Markt-Parkplatz würde zwar in Großbuchstaben für die kostenlose App geworben, Hinweise auf die Zusatzkosten fehlten jedoch.

„Diese Art der Information hat wohl nichts mit dem englischen smart (elegant, fesch, klug, schlau) zu tun, auch nicht mit innovativ“, heißt es in der Erklärung. Es stelle sich die Frage, ob hier nicht eher die Übersetzungsvariante „gerissen“ angebracht ist? Wünschenswert wäre, dass auf den Smart-Park-Reklameschildern die zusätzlichen Kosten der bisherigen Anbieter EasyPark, ParkNow, Mobile City und Trafficpass genannt würden. Eine Stadtverwaltung sollte, so die Grünen, die Bürger umfassend informieren. Dazu gehöre auch, dass man in größerem Stil darauf hinweist, dass man über die „Geldkarten-Funktion“ der Giro- oder Kreditkarte eine Ermäßigung von 40 Prozent auf die Parkgebühren bekomme. (red/lad)

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