Beispielhafte Jugendarbeit auf allen Ebenen

Niederaula als Feuerwehr des Monats ausgezeichnet

Gutes Konzept: Staatssekretär Werner Koch aus dem Hessischen Innenministerium (Zweiter von rechts) zeichnete die Freiwillige Feuerwehr Niederaula als Feuerwehr des Monats aus. Gewürdigt wurde das umfassende Konzept der Kinder- und Jugendarbeit in Niederaula. Darüber freuten sich nicht nur Wehrführer Matthias Schenk (mitte), sondern auch Bürgermeister Thomas Rohrbach und Landrat Dr. Michael Koch (von rechts). Vorne im Bild die Kindergruppe Löscheulen mit zwei ihrer Betreuerinnen, Julia Deist und Katja Schenk. Foto: Zacharias

Niederaula. „Stolz wie Oskar" war Gemeindebrandinspektor Matthias Schenk, als die Freiwillige Feuerwehr Niederaula jetzt von Innenstaatssekretär Werner Koch als Feuerwehr des Monats August 2016 ausgezeichnet wurde.

Honoriert wurde das „beispielhafte Engagement bei der Kinder- und Jugendarbeit“, lobte der Staatssekretär.

Seit mehr als zehn Jahren arbeitet die Freiwillige Feuerwehr der Marktgemeinde intensiv mit Kindern und Jugendlichen, erläuterte Schenk. Das beginnt mit der Brandschutzerziehung im Kindergarten und in der Grundschule und geht weiter mit der Kinderfeuerwehr für die Sechs- bis Neunjährigen. Die „Löscheulen“, etwa 20 bis 30 Kinder werden von Isabel Apel, Julia Deist und Katja Schenk spielerisch an die Feuerwehr herangeführt. Oftmals werde auch einfach nur gebastelt oder gespielt oder die Natur erkundet, erklärt Schenk.

Erklärtes Ziel sei es, die Kinder der Jugendfeuerwehr für die Zehn- bis 17-Jährigen zuzuführen, betonte der Gemeindebrandinspektor. Gemeinsame Übungen aller Jugendwehren mit echten Einsatzszenarien machten die Feuerwehr für die Jugendlichen attraktiv.

Übergangsgruppe

Um den Übergang in die Einsatzabteilung oder auch den Quereinstieg zu erleichtern, gibt es seit 2013 die so genannte Übergangsgruppe für die Zielgruppe 16 bis 25 Jahre. Die jungen Erwachsenen nahmen bei der Einsatzübung am Gemeindefeuerwehrtag teil und konnten so die Feuerwehrarbeit unter Ernstfallbedingungen kennenlernen.

Als festes Winterprogramm gibt es außerdem für aktive und nicht-aktive Feuerwehrmitglieder den Dienstsport, der nicht nur die Fitness der Atemschutzgeräteträger steigern, sondern auch die Kameradschaft fördern soll.

185 Aktive, 60 Einsätze

Insgesamt verrichteten derzeit 185 Männer und Frauen Einsatzdienst bei der Freiwilligen Feuerwehr Niederaula mit ihren sieben Ortsteilwehren. Sie leisteten durchschnittlich 60 Einsätze pro Jahr. In den fünf Jugendwehren sind 65 Mädchen und Jungen aktiv, dazu kommen 30 Löscheulen.

Diese Zahlen beeindruckten Staatssekretär Werner Koch ebenso wie das ausgearbeitete Konzept, das Kinder und Jugendliche an die Feuerwehr heranführen und Erwachsene an die Gemeinschaft binden soll. Die Freiwillige Feuerwehr Niederaula sei ein Aushängeschild die zeige, wie Kinder- und Jugendarbeit und damit auch die Nachwuchsgewinnung vorbildlich gelingen könne, lobte Koch.

Er ermutigte auch andere Feuerwehren, sich für die Ehrung zu bewerben. Niederaula sei erst die vierte Wehr im Kreis, die als Feuerwehr des Monats ausgezeichnet wurde.

Auch Landrat Dr. Michael Koch und Bürgermeister Thomas Rohrbach würdigten das große Engagement der Niederaulaer Feuerwehrleute. Der Landrat sieht im Pakt für den Nachmittag die Chance, Feuerwehrarbeit in die Schulen zu tragen. Der Bürgermeister versicherte, die mit der Ehrung verbundene Prämie von 500 Euro werde zu 100 Prozent für die Kinder- und Jugendarbeit eingesetzt. Verantwortlich dafür ist übrigens Gemeindejugendfeuerwehrwart Roland Pfaff.

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