Initiative aus Niederaula protestiert bei Verkehrsminister Dobrindt

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Niederaula. Mit einem Schreiben an Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt haben sich jetzt die Bürger für Niederaula sowohl gegen die geplante Bahntrasse durch Geistal und Rohrbachtal als auch gegen eine Streckenführung durch das Fuldatal ab Niederaula und durch den Kurpark nach Bad Hersfeld ausgesprochen.

Dr. Heinrich Hellwig undKarl-Heinz Battenberg argumentieren zum einen mit der Abkoppelung Bad Hersfelds vom IC/ICE-Verkehr im Falle einer Trassenführung über den Wehneberg an der Kreisstadt vorbei. Berufspendler aus Niederaula und der gesamten Region hätten dann keine direkte Anbindung mehr und müssten erheblich weitere Anfahrtswege in Kauf nehmen, argumentieren die beiden Niederaulaer.

Auch die Festspielstadt Bad Hersfeld würde leiden, wenn es keine direkte Anbindung an den Fernverkehr mehr gäbe.

Die Streckenführung durch das Fuldatal führe dagegen durch Landschaftsschutzgebiete, FFH-Gebiete, Biotope sowie Wasserschutzgebiete. Außerdem seien die BewohnerNiederaulas und des Fuldatals durch die Autobahnen A7, A5 und A4 sowie die vorhandene Schnellbahntrasse mit drei Brücken und drei Tunneln bereits sehr stark durch Lärm beeinträchtigt. Alle Umleitungen, die durch Staus auf den Autobahnen erforderlich würden, führten durch Ortsteile der Marktgemeinde, betonen die beiden Sprecher der Bürgerinitiative. Hinzu kämen die Windparks.

Vorhandene Strecke ausbauen

Der Verein Bürger für Niederaula weist darauf hin, dass es sinnvoll erscheine, die vorhandene Streckenführung durch das Haunetal mit Anbindung Bad Hersfelds auszubauen und zu modernisieren und dabei gleichzeitig den Lärmschutz für die Anwohner zu berücksichtigen.

Detaillierte Planungen hierfür lägen bereits vor, da eine solche Streckenführung schon Anfang der 80er Jahre überlegt wurde.

Auf jeden Fall, so fordert die Bürgerinitiative, müssten alle Planungen mit den verantwortlichen Politikern und den Bürgerinnen und Bürgern rechtzeitig besprochen werden. (red/zac)

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