Joss-Stock-Festival hatte für jeden Geschmack etwas zu bieten

Joss-Stock Festival 2016: Von hinten wärmte das Lagerfeuer, von vorne der Hardrock von „Peep Durple“ aus Gießen. Fotos: Landsiedel

Niederjossa. „Scheiß drauf“ hieß einer der Songs der Bad Hersfelder Deutschrocker „Thekenpoet“, die am Freitag abend das Joss-Stock-Festival eröffneten. „Scheiß drauf“ hatten sich auch die vielen Fans gedacht, die trotz mieser Wetterprognosen zum Sängerplatz hoch über Niederjossa gekommen waren, um drei Tage lang bei Live-Musik zu feiern. Und sie sollten recht behalten, irgendwie hatten es die Veranstalter von der Burschenschaft Niederjossa geschafft, den Wettergott halbwegs gnädig zu stimmen.

Der Freitag abend gehörte traditionell den Bands aus Bad Hersfeld. Während es im Landkreis teilweise heftig regnete, kam auf dem Joss-Stock Gelände bei milden Temperaturen und klarem Himmel - man konnte sogar die Sterne sehen – echtes Festival-Feeling auf.

Den Auftakt machte, wie bereits erwähnt, die schon aus dem letzten Jahr bekannte Band „Thekenpoet“. Erst 2013 gegründet lieferte die Band um Amel Hadzipasic (Gitarre und Gesang), Denis Hadzipasic (Bass), Fabian Kosemund (Schlagzeug) und Christopher Nuhn (Gitarre) mit ihren lauten und kraftvollen Songs einmal mehr eine mitreißende Bühnenshow. Am 25. Mai stehen die vier Hersfelder übrigens während des Hessentags in Herborn auf der Bühne. Nach einer kurzen Umbaupause rockten „Take Five“ bis spät in die Nacht die fast 600 Fans mit Coverrock vom Feinsten.

„Arschkalt“, aber immerhin trocken ging es am Samstag abend weiter. Nach dem Auftritt der heimischen Band „Back to the Future“, sorgten „Thundershot“ für die härteren Töne. Top Act des Abends waren sicherlich „Rebel Monster“, die mit ihren authentischen Interpretationen der bekannten Metallsongs als eine der besten „Volbeat“-Tribute-Bands gelten.

Joss-Stock-Festival 2016

Immer noch „arschkalt“ und dazu naß starte der Sonntag abend. Doch kaum stand die Haunetaler Band „Baba Jaga“ als „Opening Act“ auf der Bühne, hörte es auf zu regnen und die jungen Musiker heizten den Fans mit sattem, bretthartem Rock und purer Spielfreude so richtig ein. Fantastisch der erst 15jährige Jonas Becker an der Sologitarre. Trotz kalter Finger rockte er den Sängerplatz wie ein Profi mit fetten Riffs und tollen Soli.

Weiter ging es mit „Peep Durple“ aus Gießen, die mit einem druckvollen „Best of Deep Purple“ sogar einige Fans zum Tanzen vor der Bühne brachten. Zum Ende des diesjährigen Festivals gab es noch „Indierock unplugged“ von der Osnabrücker Coverband „Caught Indie Act“, die mit einer tollen Show die hartgesottenen Fans, die es noch am wärmenden Lagerfeuer ausgehalten hatten, belohnten.

Von Thomas Landsiedel

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