Gebäude platzt aus allen Nähten – Neue Räume im Baumarkt Zange

Die Diakoniestation in Niederaula zieht um

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Hier entstehen die neuen Räume der Gemeindekrankenpflegestation Niederaula. Pfarrer Thomas Funk (rechts), Vorsitzender des Zweckverbandes, und Pflegedienstleiterin Monika Mogk zeigen, wo welches Büro untergebracht werden sollen.

Niederaula. Sehr gut entwickelt hat sich die Gemeindediakoniestation Niederaula in den vergangenen Jahren, freut sich Pfarrer Thomas Funk, der Vorsitzende des Zweckverbandes für die Station. Von Niederaula aus werden die Gemeinden Kirchheim, Breitenbach/H. Hauneck, Haunetal und natürlich Niederaula selbst versorgt. 50 Mitarbeiterinnen und zwei Mitarbeiter kümmern sich um 240 Klienten.

Für all diese Mitarbeiter war jedoch das bestehende Gebäude in der Mittelstraße in Niederaula zu klein geworden. „Das Haus platzt aus allen Nähten“, sagt Thomas Funk. Bei Dienstbesprechungen müssten einige Mitarbeiterinnen schon in zweiter Reihe sitzen. Und einen eigenen Schreibtisch für die schriftlichen Arbeiten hätten ebenfalls nicht alle Schwestern.

Da sich die Diskussionen um die Zukunft des Gebäudes, in dessen anderer Hälfte zwei Gruppen des Kindergartens untergebracht sind, schwierig gestalteten, beschloss der Vorstand des Zweckverbandes aktiv zu werden und sich nach neuen Räumen umzugucken. Dabei wurde er von Bürgermeister Thomas Rohrbach unterstützt, der den Kontakt zur Firma Zange herstellte. In den ehemaligen Büroräumen des Baumarktes und in der unteren Etage der sogenannten Zange-Villa wird der Diakoniestation nun auf 300 Quadratmetern fast dreimal so viel Fläche zur Verfügung stehen, wie bisher.

„Das Ziel sind deutlich bessere Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen“, betont Pfarrer Funk. Ihnen werden nun nicht nur Büros und ein großer Besprechungsraum zur Verfügung stehen, sondern auch ein Raum, in dem die Medikamente vorbereitet werden können, ein Frühstücksraum für die Pausen und ausreichen Platz für das Archiv.

Auch energetisch sei das Gebäude auf einem deutlich besseren Stand als das derzeit genutzte, betont Funk.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien das Kapital der Diakoniestation, sind sich Funk und Pflegedienstleiterin Monika Mogk einig. Sie sollen nicht nur nach Tarif bezahlt werden, sondern auch angenehme Arbeitsbedingungen vorfinden. Dazu gehört zum Beispiel, dass es in dem neuen Gebäude eine richtige Küche geben wird, mit Spülmaschine, und einen Trinkwasserautomaten, damit jederzeit frisches Wasser zur Verfügung steht. „Wir wollen ein guter und verlässlicher Arbeitgeber sein“, sagt Funk. Neue Mitarbeiterinnen werden ständig gesucht. Willkommen sind auch Arzthelferinnen, Krankenschwestern und Altenpflegerinnen, die nach der Familienphase wieder einsteigen wollen. „Wir haben ein sehr gutes Einarbeitungskonzept“, betont Mogk. Auch Ausbildungsplätze bietet die Diakoniestation an.

Der Bedarf an Unterstützung, sowohl pflegerisch als auch hauswirtschaftlich oder bei der Betreuung, nehme stetig zu, erklärt Monika Mogk. Oft müsse die Station auch ganz kurzfristig reagieren, wenn eben jemand aus dem Krankenhaus entlassen werde und zu Hause Unterstützung brauche.

Der Umzug in die neuen Räume ist für den Spätherbst dieses Jahres geplant. (zac)

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