Projektentwickler Bernhard Kappert-Maas stellt Konzept für früheren Hersfelder Hof vor

Büros oder Hotel statt der Brandruine in Niederaula

Stellten die Pläne für das Gelände, auf dem derzeit noch die Brandruine des ehemaligen Hersfelder Hofes in Niederaula steht, vor(von links): Architekt Rolf-Uwe Schönewolf, Bürgermeister Thomas Rohrbach, Projektentwickler Bernhard Kappert-Maas und Projektleiter Manuel Mohr. Foto:  Zacharias

Niederaula. Ein Hotel oder ein Bürogebäude soll an Stelle der Brandruine des Hersfelder Hofes in der Ortsmitte von Niederaula entstehen. Projektentwickler Bernhard Kappert-Maas und Architekt Rolf-Uwe Schönewolf stellten jetzt ihre Pläne vor.

Nach dem Abriss des völlig maroden Gebäudes, der hoffentlich noch in diesem Jahr beginnen soll, ist der Neubau eines modernen Gebäudes mit zwei Geschossen zur Hauptstraße und drei Geschossen im Innenhof geplant. Der Baukörper entspreche in etwa dem, was dort vorhanden sei, erklärte Rolf-Uwe Schönewolf Die Höhe orientiere sich an der der Nachbargebäude, von der Gartenstraße aus sei nur ein Geschoss zu sehen. Von der Hauptstraße aus wird es eine Einfahrt geben, Parkplätze sind unterhalb der genutzten Etagen vorgesehen. Die Planung sei mit dem Kreisbauamt und dem Denkmalschutz abgestimmt.

Das Gebäude sei so geplant, dass es sowohl als Bürogebäude als auch als Hotel genutzt werden könne, machte Bernhard Kappert-Maas deutlich. Das Grundstück sei an einen Investor aus Bayern, aus dem Raum Augsburg verkauft worden. „Meine Aufgabe ist es nun, die Nutzung festzulegen“, erklärte der Projektentwickler. Dazu sei er mit mehreren ernsthaften Interessenten im Gespräch.

Näher an die Autobahn 

Für eine Nutzung als Bürogebäude interessierten sich sowohl ein im Kreisgebiet ansässiges Unternehmen, das mehr Platz benötige, als auch eine Firma aus einen Nachbarkreis, die mit ihrem Firmensitz näher an die Autobahn rücken wolle.

Bedarf gebe es in Niederaula aber auch für ein Hotel der mittleren Preisklasse mit Schulungs- und Seminarräumen. Das hätten alle Firmen, mit denen er gesprochen habe, signalisiert und das sei auch bei einer großen Hotelkette, die sich für das Projekt interessiere, bekannt, sagte Kappert-Maas. Außerdem gebe es Interesse von einem aus dem Kreisgebiet stammenden Jungunternehmer. Die Verhandlungen seien langwierig, was unter anderem an langen Entscheidungswegen liege oder an Wechseln in der Führung der Firma, stellte Kappert-Maas fest. Für die Räume im Erdgeschoss an der Hauptstraße gebe es bereits einen Mieter: Ein kleines Sportstudio.

Mit einer grundsätzlichen Entscheidung der Interessenten rechnet Bernhard Kappert-Maas noch in diesem Jahr. Er machte zudem deutlich, dass er normalerweise in diesem Stadium der Projektentwicklung nicht an die Öffentlichkeit gehe, sich aber wegen der zahlreichen Gerüchte, die in Niederaula in Umlauf seien, dazu entschlossen habe.

Investition: 2,3 Millionen Euro

Bei den Bauarbeiten, so antwortete Kappert-Maas auf die Frage des Ersten Beigeordneten Gerhard Eckstein, würden natürlich auch heimische Firmen berücksichtigt, wenn die sich an der Ausschreibung beteiligten und die Preise stimmten. Insgesamt bewegen sich die Investition im Bereich von etwa 2,3 Millionen Euro.

Außer an dem Apartmenthaus in der Breslauer Straße, für das er nach wie vor auf eine Lösung hoffe, arbeite er noch an zwei anderen Projekten in Niederaula, berichtete der Projektentwickler.

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