Bürgerinformation zu Neubauprojekt in Niederaula

Bauprojekt: Auf diesem Grundstück an der Breslauer Straße in Niederaula soll ein Mehrfamilienhaus entstehen. Foto: Zacharias

Niederaula. Wenn es nach den Anwohnern der Breslauer Straße und der Straße Am Hängeberg in Niederaula ginge, dann sollte das dreigeschossige Haus mit acht Wohnungen am besten gar nicht gebaut werden. Doch das stand bei der Bürgerinformationsversammlung, zu der Tom Rudolph, (BLN), der neue Vorsitzende der Gemeindevertretung eingeladen hatte, nicht zur Debatte. Das machten sowohl Rudolph als auch Bürgermeister Thomas Rohrbach mehrfach deutlich.

Zunächst einmal ging es einfach darum, die Anlieger über das geplante Projekt zu informieren. Auf dem 706 Quadratmeter großen Grundstück des ehemaligen Spielplatzes in der Breslauer Straße will ein Investor ein Mehrfamilienhaus mit acht, Wohnungen errichten, erklärte Bürgermeister Rohrbach. Von dem Gebäude würden nur eineinhalb Stockwerke über das Straßenniveau hinaus ragen, der Rest solle in den Hang gebaut werden.

Bisher keine Einwendungen

Die Planungen entsprächen, nach zwei Änderungen, dem gültigen Bebauungsplan, machte Rohrbach deutlich. Bei der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplanes habe es keinerlei Einwendungen von Bürgern gegeben. Der Grüne Wolfgang Köhler bat deshalb darum, Pläne nicht einfach auszulegen, sondern die Betroffenen zu Informationsveranstaltungen einzuladen.

Da der Investor das Grundstück möglichst vollständig nutzen möchte, sind dort nur sechs Parkplätze geplant. Nach der Stellplatzsatzung der Gemeinde Niederaula müssten es aber 16 Parkplätze sein, zwei pro Wohnung. Der Investor hat deshalb vorgeschlagen, statt der Ablösesumme für die Parkplätze in Höhe von 20 450 Euro die Erneuerung der Treppenverbindung zwischen der Breslauer Straße und der Straße „Am Hängeberg“ zu bezahlen. die ist seit dem Winter aus Sicherheitsgründen gesperrt. Eine Erneuerung würde etwa 27 000 Euro kosten.

Treppe soll erhalten werden

Die Treppe, so lautete das klare Votum der gut 50 Anwesenden, solle wiederhergestellt werden, weil sie eine wichtige Verbindung sei. Außerdem hätten die Anwohner gerne eine Verlängerung des Gehweges, der vor dem Spielplatzgrundstück endet. Gedanken machen sie sich auch wegen der Parkplatzsituation in der ohnehin schon relativ engen und von vielen Anwohnern zum Parken genutzten Straße.

Zudem kamen mehrere Vorschläge, um das Projekt, das als Wohnsilo oder Betonklotz bezeichnet wurde, an dieser Stelle zu verhindern. Eine Niederaulaerin bot ihr Gartengrundstück an, wo der nicht genannte Investor ohne Probleme bauen könne. Ein direkter Nachbar regte an, doch einfach das Geld für das Grundstück zusammenzulegen, den Investor zu überbieten und das Grundstück selbst zu kaufen. Von Christine Zacharias

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