Stiftung Kirchenerhaltungsfonds verdoppelt Spenden der Breitenbacher für Innensanierung ihrer Kirche

Das Wunder von Breitenbach

Das Gerüst um die Breitenbacher Kirche ist entfernt, der erste Bauabschnitt abgeschlossen. Jetzt kann die Innensanierung beginnen. Foto: Urban

BREITENBACH/H. Die große Spendenbereitschaft und das Engagement für die Sanierung der Breitenbacher Kirche haben sich gelohnt. Anlässlich einer Feierstunde in Kassel erhielt der Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Breitenbach den Förderbescheid der Stiftung Kirchenerhaltungsfonds der evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck über 112 600 Euro. Stiftungsvorstand Andreas Fehr würdigte das „erbrachte vorbildliche Engagement“ bei der Spendenakquise.

Freundlich und hell

Mit einer Gesamtsumme von 469 200 Euro wurden im Jahr 2012 neun Projekte aus neun Kirchenkreisen gefördert. Davon erhielt Breitenbach den zweithöchsten Betrag nach Burghaun mit 113 200 Euro. Die Förderung bemisst sich nach den Eigenaktivitäten der jeweiligen Kirchengemeinde. Das Geld, das bis zum 16. November 2012 auf dem Spendenkonto beim Kirchenkreisamt Ziegenhain eingegangen war, wurde verdoppelt. „Dass so viele private Spenderinnen und Spender sowie Vereine so großzügig ihren Beitrag geleistet haben, ist für mich nach wie vor ein Wunder – das Wunder von Breitenbach“, sagt Pfarrerin Hannelore Weide-Jatho. Neben den Spendenaufrufen organisierte der Förderkreis zahlreiche Veranstaltungen zur Spendensammlung.

Der Förderschwerpunkt 2012 lag auf Maßnahmen zur Innenrenovierung und künstlerischen Ausgestaltung denkmalgeschützter Kirchen. Dementsprechend werden die Mittel in diesem Jahr eingesetzt. Während die Bauarbeiten über die Wintermonate ruhen, laufen Planungsgespräche und vorbereitende Arbeiten.

Der freundlich-helle Charakter des Kirchenraumes soll erhalten und die Kirchenbänke sollen bequemer gestaltet werden, erläutert Pfarrerin Weide-Jatho die Pläne für die Kirche. Denkmalpflegerische Gesichtspunkte werden berücksichtigt, wenn sie im vorgegebenen Kostenrahmen liegen. Denn auch die Heizung, die gesamte Elektrik und das Beleuchtungssystem müssen erneuert sowie die Malerarbeiten und die Turmsanierung finanziert werden.

Durch die Verdoppelung aus dem Kirchenerhaltungsfonds stehen für die Innensanierung insgesamt rund 225 200 Euro zur Verfügung. „Da bleibt trotz der stattlichen Summe nicht viel Spielraum“, meint die Pfarrerin. „Weitere Spenden sind darum gerne gesehen und auch notwendig.“

Dach neu eingedeckt

Im inzwischen beendeten ersten Bauabschnitt wurde das Dach saniert und neu eingedeckt. Die bisherigen, roten Ziegeln sind einer dunklen Eindeckung gewichen, was nach denkmalpflegerischer Beurteilung der ursprünglichen Bauweise entspricht. Die Breitenbacher Kirche wurde zwischen 1856 und 1858 errichtet. Seit November verschließen Spanplatten an Stelle der Fenster das Gebäude. Bis zu ihrem Wiedereinbau im Frühjahr werden die Kirchenfenster in einer Schreinerei in Ludwigsau-Tann fachgerecht restauriert.

Von Dagmar Urban

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