Nachwuchsförderung bleibt wichtiges Thema bei Feuerwehren

„Wir sind nur so gut, weil wir so viele sind“

Während des Verbandstages des Kreisfeuerwehrverbandes Hersfeld-Rotenburg überreichte der Vorsitzende Thomas Specht (links) am Samstagabend in Breitenbach-Hatterode die Sankt Floriansmedaille in Silber am Bande an den scheidenden Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt. Mit dabei war die neue Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar. Foto: Löwenberger

Hatterode. Noch sei die Zahl der aktiven Feuerwehrfrauen und -männer im Kreis stabil, berichtete der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands Hersfeld-Rotenburg, Thomas Specht, während des Verbandstages am Samstagabend in dem gut gefüllten Festzelt in Hatterode.

Trotzdem müsse man die Personalentwicklung genau im Auge behalten und durch aktive Mitgliederwerbung und gezielte Nachwuchsförderung dafür sorgen, dass die Schlagkraft auch in Zukunft erhalten werden könne. Zuvor hatte Specht die aktuellen Zahlen bekannt gegeben.

Demnach sind in den 150 freiwilligen Feuerwehren des Landkreises 285 Frauen und 3110 Männer aktiv, nicht eingerechnet die 117 Aktiven der Werks- und Betriebsfeuerwehren. In 42 Kinder- oder Bambinigruppen tummeln sich 354 Mädchen und Jungen und die 84 Jugendwehren bereiten 947 Nachwuchskräfte auf ihre Einsätze vor. Die Feuerwehrvereine zählen rund 11 000 Frauen und Männer als Mitglieder.

Im Rahmen der 700-Jahrfeier am kommenden Wochenende hatte sich Hatterode als Austragungsort für den Verbandstag beworben, und so begrüßte der gastgebende Bürgermeister Volker Jaritz im frühzeitig aufgestellten Festzelt die Helfer und Retter. Auch im Namen seiner Amtskollegen lobte er die „großartigen Leistungen“ der ehrenamtlich Aktiven.

Zum letzten Mal in seiner Funktion als Landrat bedankte sich Dr. Karl-Ernst Schmidt für den großen ehrenamtlichen Einsatz der Feuerwehrleute. Er dankte auch den Familien für ihre Unterstützung und ihr Verständnis. „In den 12 Jahren meiner Amtszeit habe ich mich in vertrauensvoller Zusammenarbeit immer auf die kompetente Truppe der freiwilligen Feuerwehren verlassen können“, sagte Schmidt. Im Gegenzug überreichte Specht dem scheidenden Landrat mit besten Wünschen für die Zukunft die Sankt Floriansmedaille in Silber am Bande. Für die tolle Unterstützung bei ihrem Amtsantritt bedankte sich hingegen Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar bei ihrem ersten Auftritt beim Kreisfeuerwehrverband. Sie zitierte ihren ehemaligen Amtskollegen aus dem Schwalm-Eder-Kreis: „Wir sind nur so gut, weil wir so viele sind“, habe Werner Bähr einmal gesagt. Mehr als eine Million Frauen und Männer seien in deutschen Feuerwehren aktiv und über diese „schlagkräftigen und funktionierenden Feuerwehren“ werde man weltweit beneidet.

Es folgte eine lange Reihe von Grußworten von Ehrengästen aus den Reihen der Feuerwehr, der Polizei und anderer Hilfsorganisationen. Nachdem beschlossen worden war, den nächsten Verbandstag in Ludwigsau-Meckbach auszurichten, übergab Specht noch eine mobile Staustelle an die Maschinenkreisausbilder.

Von Bernd Löwenberger

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