Stromtrasse: Vereinsgründung in Kirchheim und Niederaula vorbereitet

Widerstand formiert sich

Verein gegen Stromtrasse: Während der von Cornelia Tippelt (rechts, vorne) und Karin Abel moderierten Veranstaltung wurde die Gründung einer Bürgerinitiative beschlossen. Foto: Löwenberger

Kirchheim. Rund 40 interessierte Bürger und Gegner der geplanten Stromtrasse Suedlink aus Kirchheim und Niederaula trafen sich am Donnerstagabend im Anbau des Kirchheimer Bürgerhauses, um das weitere Vorgehen gegen die geplante 500 Kilovolt-Leitung zu koordinieren.

Bei diesem Treffen wurde die Voraussetzung geschaffen, um einen gemeinnützigen Verein zu gründen. 17 Männer und Frauen erklärten sich spontan bereit, aktiv in einer Initiative mitzuarbeiten.

TV-Beiträge über Stromtrasse

Nach der Einführung durch Bürgermeister Manfred Koch übernahm Karin Abel und Cornelia Tippelt die Moderation. Tippelt präsentierte Ausschnitte aus Fernsehbeiträgen, um über die Thematik zu informieren. Es wurden Sequenzen gezeigt, aus denen hervorging, dass die Trasse hauptsächlich für den Stromtransport aus Kohlekraftwerken gedacht sei. Und dem Bericht zufolge sei der Stromtransport unsinnig, der Bau von gasbetriebenen und damit schnell reagierenden Kraftwerken im Süden des Landes wesentlich sinnvoller.

Ein zweiter Bericht spielte auf die negativen Auswirkungen des Stromtrassenbaus auf die Natur an.

Im Anschluss wurde das weitere Vorgehen, unter anderem auch die Notwendigkeit einer eigenen Bürgerinitiative der beiden Großgemeinden besprochen. Man wolle sich Gleichgesinnten nicht anschließen, um besser auf die eigenen Kommunen agieren zu können. Gleichwohl sei eine Kooperation mit weiteren Trassengegnern durchaus wünschenswert, hieß es weiter. Bürgermeister Koch versprach die volle Unterstützung durch die Gemeindegremien und stellte auch eine kleine Anschubfinanzierung in Aussicht.

• Das nächste Treffen findet am Donnerstag, 7. August, in der Scheune an der Aula in Kirchheim statt. Dort soll dann ein gemeinnütziger Verein gegründet werden. Eine geprüfte Mustersatzung liegt bereits vor.

Von Bernd Löwenberger

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