Motel-Betreiber bereitet Übernahme des Bettenhauses am Hattenberg vor

Wechsel im Landhotel in Sicht

Neuer Betreiber in Sicht: Ein Teilhaber des Kirchheimer Motels will auch das Landhotel übernehmen. Archivfoto: Löwenberger

Kirchheim. Eigentlich hatte sich der Bad Hersfelder Rechtsanwalt Frank Jansen am Dienstagabend während der Bürgerversammlung zur Unterbringung von Flüchtlingen im Kirchheimer Motel zu Wort gemeldet, um eine Erklärung zur wirtschaftlichen Situation des Motelcenters abzugeben.

Der Anwalt, der den niederländischen Motel-Teilhaber Daniel van Gorp vertritt, verkündete gleichzeitig aber auch Neuigkeiten zum in Turbulenzen geratenen Kirchheimer Landhotel. Wie berichtet, hatte der ebenfalls aus den Niederlanden stammende Betreiber Emiel Lantink das Hotel nach der Insolvenz erneut übernommen, jedoch nie den vereinbarten Kaufpreis an den Insolvenzverwalter entrichtet. Daran sei bisher auch eine Übergabe an die Motel-Betreiber gescheitert. Jetzt bestehe nach Auskunft von Janßen Einigkeit mit der Eigentümer-GmbH, an der ebenfalls Lantink beteiligt ist, dass Van Gorp das Gebäude für den Hotelbetrieb vorbereiten dürfe. Derzeit sei eine Betreibergesellschaft mit dem Namen A7 GmbH in Gründung, mit der Van Gorp das Hotel pachten und betreiben wolle. Dass die Immobilie wegen ausstehender Zahlungen möglicherweise unter den Hammer kommen könnte, müsse er dabei in Kauf nehmen. Wann genau der Betrieb starten könne, sei derzeit noch unklar. Das Hotel am Fuße des Hattenberges solle aber ausdrücklich nicht als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden.

Im Zusammenhang mit der Unterbringung von Migranten im Motel waren Spekulationen über die wirtschaftliche Situation des direkt am Kirchheimer Dreieck gelegenen Beherbergungsbetriebs laut geworden.

Tatsächlich stehen laut Janßen Zahlungen des Motels an die Gemeinde aus. Diese stammten teilweise noch vom Vorbetreiber, der im Januar Insolvenz angemeldet hatte, sowie vom Eigentümer der Motelimmobilie, der zunächst die Abgaben für Strom und Wasser trage. Ein Gespräch mit der Gemeinde solle jetzt zur Klärung führen.

Von Jan-Christoph Eisenberg

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