Innenraum der Hattenbacher Kirche wird renoviert – neue Heizung und frische Farbe

Der Vorstand packt mit an

Baustelle: Pfarrer Bernd Seifert und die Kirchenvorsteherinnen Renate Hergert und Andrea Allendorf betrachten den Fortschritt der Arbeiten in der Hattenbacher Kirche. Das Gotteshaus wurde 1968 eingeweiht, die Steine des Kirchturms (kleines Bild) stammen vom Vorgängerbau. Fotos: Eisenberg

Hattenbach. Bis zum 1. März soll das Gerüst verschwunden sein und auch die Kirchenbänke müssen dann wieder an ihrem Platz stehen. Diese ehrgeizige Frist haben sich die Hattenbacher Kirchenvorsteher selbst gesetzt – denn an diesem Datum möchte ein Mitglied des Kirchenvorstandes in der Hattenbacher Kirche heiraten.

Derzeit wird der Innenraum des im Jahr 1968 eingeweihte Gotteshauses des Niederaulaer Ortsteils gründlich renoviert. Bei der Überprüfung durch die Dekra habe sich herausgestellt, dass die elektrischen Anlagen und die Heizung nicht mehr den gültigen Vorgaben entsprechen, berichtet Pfarrer Bernd Seifert.

Leitungen erneuert

Anfang Januar wurde daher begonnen, die elektrischen Leitungen zu erneuern. Die Mitarbeiter der Niederjossaer Fachfirma Weidemann bauen außerdem zum Heizen der Kirche elektrisch betriebene Unterbankstrahler ein. In Eigenarbeit haben die Mitglieder des Kirchenvorstandes den Wänden einen frischen Anstrich verpasst. Für das Gerüst und die fachliche Unterstützung sorgte der örtliche Malerbetrieb Braun. Auch der Fußboden soll überarbeitet und im Frühjahr die Buntglasfenster ausgebaut und die Rahmen erneuert werden. Eine Fachfirma reinigt und repariert zudem die Kirchenorgel.

Insgesamt 60 000 Euro wird die Renovierung der Hattenbacher Kirche voraussichtlich kosten. Finanziert wird das überwiegend vom Kirchenkreis, aber auch durch Spenden sowie Eigenmittel sowie -arbeit der Gemeinde. Während der Bauarbeiten feiert die Kirchengemeinde ihre Gottesdienste im angrenzenden Gemeinderaum, der durch eine Schiebetür vom Kirchenschiff abgetrennt ist. Nachdem die Arbeiten in der Kirche abgeschlossen sind, soll auch auch dieser Bereich renoviert werden.

Gemälde kehrt zurück

In der Kirche soll auch das Gemälde „Christi Geburt“ des Malers Franz Rösel vom Rosenhof aus dem 17. Jahrhundert wieder einen Platz finden. Das Bild zierte schon die alte Kirche und war nach der Zwischenlagerung im Hattenbacher Schloss in den 1990er Jahren im neuen Gotteshaus aufgehängt worden. „Leider ist das Klima für das Gemälde hier nicht ideal“, erklärt Pfarrer Bernd Seifert, warum das Bild sich derzeit zur Zwischenlagerung und Restaurierung bei einem Fachmann befindet.

Die Hattenbacher Kirche war 1968 auf dem Grund des alten Gotteshauses gebaut, welches zuvor wegen Baufälligkeit abgerissen worden war. Für den Kirchturm wurden beim Wiederaufbau die alten Steine verwendet.

Von Jan-Christoph Eisenberg

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