Evangelische Kirche in Breitenbach steht nach langer Bauzeit für die Gläubigen offen

Vier Jahre Stillstand

Blick in den Kirchenraum zur Apsis beim Empfang des Segens durch Hannelore Pfarrerin Weide-Jatho. Foto: Miehe

Breitenbach/H. Mit dem jahrhundertealten Kirchenlied „Komm, heiliger Geist, erfüll die Herzen deiner Gläubigen und entzünd in ihnen das Feuer deiner göttlichen Liebe“ wurde der Festgottesdienst im Stehen singend eröffnet. Pfarrerin Hannelore Weide-Jatho gab in ihrer Begrüßung ihrer Freude Ausdruck, dass man nunmehr nach über vierjähriger Renovierung wieder einen schönen Kirchenraum zur Verfügung habe. Musste man doch zuvor die Gottesdienste notgedrungen im Gemeindesaal, der Michaelsburg, oder in Filialkirchen feiern.

Dekan Christian Wachter aus Ziegenhain hielt die Festpredigt und erwähnte, dass eine Kirche dadurch ihre Weihe erhalte, dass Menschen in ihr beten und singen. Der Turm rage wie ein Zeigefinger in den Himmel. Der Kirchenraum verbinde Menschen mit Gott und die Menschen untereinander.

20 Bläser

Die 20 Bläser des Posaunenchores Breitenbach-Niederjossa gaben unter Leitung von Karl Schultheis dem großen Kirchenraum eine eindrucksvolle Klangfülle und luden zum Mitsingen ein. Das Gitarrenduo „Saitenspringer“ animierte mit dem Lied „Komm herein“ auch zum Mitsingen. Der Männergesangverein Breitenbach trug mit Verstärkung aus Niederaula unter Leitung von Uwe Pfeiffer eine durchaus anspruchsvolle Motette und die Hymne „Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre“ vor. Der Breitenbacher Frauenchor „Die Herzberglerchen“ umrahmte unter Leitung von Karin Schenk ebenfalls den Festgottesdienst und berührte die Zuhörer unter anderem mit dem Lied „Liebe das Leben – carpe diem“. Die Orgel spielte in versierter Weise Lydia Bläsing-Patry.

Unfallfreie Bauphase

Pfarrerin Hannelore Weide-Jatho schloss in ihr Gebet den Dank für die Spenden ein und dankte auch dafür, dass niemand bei den Renovierungsarbeiten zu Schaden gekommen sei. Zum Schluss appellierte sie an die Gemeinde, dass das schöne große Gotteshaus nun wieder mit neuem Leben erfüllt werden müsse - eine Taufe am nächsten Sonntag sei schon ein hoffnungsvolles Zeichen.

Im Anschluss an den festlichen Gottesdienst traf man sich noch zum gemütlichen Beisammensein im Gemeindehaus. Hier sprachen noch Bürgermeister Volker Jaritz und Dekan Wachter Grußworte. Angela Niering vom Architekturbüro Emmerich und Partner, die die Renovierungsarbeiten leiteten, Steinmetz Jochen Hoffmann aus Sebbeterode, Malermeister Andre Lange aus Schrecksbach, Martin Jatho und Patron Jürgen von Dörnberg schlossen sich mit Grußworten noch an. (bm)

Von Brunhilde Miehe

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