Bürgermeister Thomas Rohrbach informiert zu Bahn- und Stromleitungsausbau

Vieles unklar bei den Trassen

Niederaula. Wenig Klarheit herrscht derzeit sowohl zum Trassenverlauf der Stromleitung Suedlink als auch zum möglichen Ausbau der Bahnstrecke Niederaula-Bad Hersfeld für den Fernverkehr. Das berichtete Niederaulas Bürgermeister Thomas Rohrbach, der während der jüngsten Gemeindevertretersitzung zwei Anfragen der SPD-Fraktion beantwortete.

Die Sozialdemokraten hatten nach dem Sachstand beider Projekte gefragt. In Sachen Suedlink habe es Anfang des Monats ein Treffen mit dem Netzbetreiber Tennet im Landratsamt gegeben. Nach einer Raumwiderstandsanalyse und einer Grobkorridorplanung sei jetzt ein erster Korridorvorschlag erstellt worden.

Während dieser einen Kilometer breite Korridor in der Anfangsphase der Planungen noch verschoben werden könne, sei später nur noch eine Mastenverschiebung innerhalb des Korridors möglich. Bei Mühlbach erreicht dieser Korridor nach aktuellen Unterlagen von Tennet den Landkreis, verläuft von dort entlang der Autobahn an Goßmannsrode und Kirchheim vorbei über das Friedrichsfeld hinweg, passiert gebündelt mit der Bahnstromtrasse Hattenbach und Niederaula, um das Gebiet der Marktgemeinde zwischen Niederjossa und Solms wieder zu verlassen.

Die Tennet-Planungen sehen dabei 65 bis 70 Meter hohe Masten und eine Breite von etwa 50 Metern vor. Einen Infomarkt für die betroffenen Bürger im Landkreis bietet Tennet am 29. April im Kirchheimer Bürgerhaus an (unsere Zeitung berichtete).

Keine wirklichen Neuigkeiten sind Rohrbach zum Ausbau der Bahnstrecke Niederaula-Bad Hersfeld als Teil der Schnellfahrstrecke von Fulda nach Leipzig bekannt.

Planungsunterlagen gebe es, ähnlich wie für eine Ortsumgehung von Niederaula, bereits seit Jahrzehnten; derzeit spreche jedoch nichts für eine Umsetzung in absehbarer Zeit. „Die Stromtrasse wird wohl deutlich vor der Bahntrasse fertig werden“, so Rohrbach. Eine Unterschriftenliste der Freien Wähler gegen das Projekt hatte Rohrbach dennoch mitgebracht. „Ich habe als erstes unterschrieben“, so der Bürgermeister.

Von Jan-Christoph Eisenberg

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