Kirchheim: Parlament diskutiert RP-Papier zur Nutzung von regenerativer Energie

Viel Wind um Eisenberg

Krönen womöglich bald auch Windräder den Eisenberg? Foto: Hornickel/Archiv

Kirchheim. Eine kürzlich vom Regierungspräsidium Kassel herausgegebene Karte mit dem Titel „Regionales Windenergiekonzept 2012“ und Beschlüsse der Gemeinden Neuenstein und Oberaula, sorgten dafür, dass sich die Kirchheimer Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Donnerstagabend mit dem Thema Windenergienutzung auf dem Eisenberg beschäftigten.

Laut dem Papier des RP sollen interkommunale Vorhaben bei der Nutzung besonders bevorzugt werden. Davon könnte auch die Gemeinde Kirchheim betroffen sein mit einem Gebiet auf dem Eisenberg, das auch die Gemeinden Neuenstein und Oberaula betrifft.

Auch wenn die Gebietseinteilung nur vorläufig sei, wie Bürgermeister Manfred Koch erläuterte, hätten sich die beiden Nachbargemeinden für die Ausweisung dieser Fläche als „interkommunale Vorrangfläche“ ausgesprochen. Aus den Reihen der CDU-Fraktion kamen zwar Stimmen, man möge doch den Eisenberg verschonen, Arnold Diebel sprach gar von „Hochverrat am Rotkäppchenland“.

Mit 17 zu zwei Stimmen beschloss das Parlament trotzdem, sich grundsätzlich für die Nutzung der Fläche zu entscheiden, auch weil sonst, wie Koch erläuterte, die Nachbargemeinden Windräder auf die Gemarkungsgrenze stellen könnte, ohne dass Kirchheim noch ein Mitspracherecht oder gar die Möglichkeit des Mitverdienens hätte. Gleichzeitig soll die Gründung einer lokalen Energiegenossenschaft geprüft und vorbereitet werden. Diese Genossenschaft, der auch die beiden anderen Gemeinden angehören sollen, will sicherstellen, dass „eine möglichst breite Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger und somit lokale Wertschöpfung erfolgen kann.“

Von Bernd Löwenberger

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