Berthold Diebel, Geschäftsführer der Kreisaltenpflege, geht in den Ruhestand

Viel Lob zum Abschied

Ein Platz auf der Ruhebank: Die Mitarbeiter der Altenpflegeeinrichtungen in Niederaula und Rotenburg schenkten ihrem scheidenden Chef zum Abschied eine Sitzgarnitur, auf der Berthold Diebel auf unserem Bild mit Pflegedienstleiterin Franka Meinecke Probe sitzt. Fotos: Eisenberg

Niederaula. Am Ende gab es stehende Ovationen, zuvor war unter anderem von einer „Lebensleistung“, einem „Chef zum Anfassen“ und „einem Chef, der anfasst“ die Rede: Berthold Diebel, Geschäftsführer der Kreisaltenpflege Hersfeld-Rotenburg, ist am Montag nach fast 25 Jahren im Dienst in den Ruhestand verabschiedet worden.

Nach einer überstandenen schweren Erkrankung gibt der 64-Jährige die Leitung der Kreisaltenpflege auf eigenen Wunsch ab. Glaubt man den Grußworten seiner Vorgesetzten und Mitarbeiter, lassen die ihn nur schweren Herzens gehen. Als eine seiner letzten Amtshandlungen versetzte der scheidende Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt den Geschäftsführer nicht nur formell in den Ruhestand, sondern rief auch dessen Werdegang in Erinnerung: Diebel stammt aus Niederjossa, wo er auch heute noch lebt. Nach einer Verwaltungslehre und dem Wehrdienst arbeitete er zunächst in der Kreisverwaltung, wechselte dann ans damalige Bad Hersfelder Kreiskrankenhaus sowie später zum Bundesgrenzschutz. Seit 1991 steht er an der Spitze des Kreisaltenheims, aus dem die heutige Kreisaltenpflege als eigenständige GmbH mit Einrichtungen in Niederaula und Rotenburg entstanden ist. Lobende Worte, gute Wünsche für den Ruhestand und zahlreiche Geschenke überbrachten auch - per Videobotschaft aus dem Urlaub - die Betriebsratsvorsitzende Beate Lampersbach, Vertreter der Bewohner, der Angehörigen sowie der Mitarbeiter, auch eigens ein Lied für den scheidenden Chef umgedichtet hatten. Für die musikalische Begleitung sorgte außerdem Sänger und Pianist Dirk Reuber.

Diebels Nachfolge tritt der bisherige Niederaulaer Heimleiter Armin Tränker an, seine Stellvertretung übernimmt die Leiterin des Kreisaltenheims Rotenburg, Bettina Wolf.

Diebels Nachfolger erinnerte auch an schwierige Situationen, etwa den Abschluss von Sanierungstarifverträgen Die Entscheidungen des Chefs hätten sich aber stets als weitsichtig erwiesen. Rund 20 Millionen Euro habe Diebel in den Umbau und die Ausweitung des Angebots der Einrichtungen investiert. Bettina Wolf hob in diesem Zusammenhang insbesondere Diebels Engagement beim Neubau der Rotenburger Einrichtung hervor. Sichtlich gerührt bedankte sich der Ruheständler für die lobenden Worte und bekannte: „Der gemeinsame Alltag wird mir fehlen“. Nicht nur deshalb werde er weiterhin gelegentlich seiner bisherigen Wirkungsstätte einen Besuch abstatten.

Von Jan-Christoph Eisenberg

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