Nach Kritik: Bürger für Niederaula werten Fernsehbeitrag über Straßenbeiträge als korrekt

Verein spricht von Verleumdung

Niederaula. Nachdem Niederaulas Bürgermeister Thomas Rohrbach während der jüngsten Gemeindevertretersitzung einen Filmbericht des HR-Fernsehens über die Straßenbeiträge in der Marktgemeinde kritisiert hat, übt jetzt der Verein Bürger für Niederaula erneut Kritik am Rathauschef.

Rohrbach hatte während des Sitzung den Beitrag vorgeführt und den im Film gezeigten Mitgliedern der Bürger für Niederaula (BfN) vorgeworfen, nicht mit Unwahrheiten zu geizen und die Spaltung der Bevölkerung bewusst in Kauf zu nehmen (unsere Zeitung berichtete).

„Der Bürgermeister lässt keine Gelegenheit aus, den Verein Bürger für Niederaula scharf anzugreifen“, schreibt der BfN-Vorsitzende Dr. Heinrich Hellwig in einer Pressemitteilung. So habe er bei der Jahresbilanz der Feuerwehren geäußert, dass die BfN nun über Funk und Fernsehen noch härter zuschlügen. Der Vorstand der BfN habe jedoch nach der Bürgermeisterwahl mit keinem Print- oder Rundfunkreporter und mit keinem Mitarbeiter des HR-Fernsehens Kontakt aufgenommen, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Vielmehr habe sich die HR-Reporterin nach früheren Zeitungs- und Rundfunkberichten selbst an die BfN gewandt. Der entstandene Fernsehbeitrag sei vorbildlich und absolut korrekt, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Die BfN stünden weiter zu ihren Angaben über die Kostenbelastungen, die sich für die betroffenen Straßenanlieger ergäben. Bürgermeister Thomas Rohrbach hatte während den im Filmbericht genannten Summen widersprochen und für die konkreten Fälle deutlich niedrigere Beitragshöhen genannt. Zu den Straßenbeiträgen kämen aber noch Abgaben für den privaten Wasser- und Abwasserabschluss sowie für die Erneuerung der Wasser- und Kanalleitungen hinzu. Schließlich müsse zusätzlich die Umlage für die Modernisierung der Kläranlage bezahlt werden, geben die BfN zu bedenken.

Rohrbach hatte außerdem während der Gemeindevertretersitzung von einer Droh-E-Mail gegen ihn berichtet. „Gegen den uns unbekannten Urheber dieser ungeheuerlichen und von uns scharf missbilligten E-mail werden wir Strafanzeige erstatten“, kündigt der BfN-Vorsitzende Heinrich Hellwig an.

Verleumdung

In Äußerungen des SPD-Fraktionsvorsitzenden Bernhard Hirschbrich zu diesem Thema sieht Hellwig allerdings eine Verleumdung des Vereins. Hirschbrich hatte gefragt, ob „erst jemand mit der Kugel im Rücken auf der Straße liegen“ müsse und geäußert dass die Akteure des Filmberichts nicht Niederaula seien. „Wer die Reportage gesehen hat, weiß, dass damit Vorstandsmitglieder der BfN gemeint sind. Eine solche rhetorische Entgleisung darf man auch einem Kommunalpolitiker nicht durchgehen lassen“, heißt es in der BfN-Pressemitteilung abschließend.

Kommentare