„Gemeinsam für Oberaula“ soll Anlaufstelle für gegenseitige Unterstützung sein

Verein hilft im Alltag

Der erste Vorstand des Vereins Gemeinsam für Oberaula: (von links) 1. Vorsitzender: Klaus Wagner, Stellvertreter Lothar Chilla, Kassiererin Silke Merz, Stellvertreter Klaus Braun, Schriftführerin Eugena Block (davor), Stellvertreterin Helga Völker, Beisitzer Guido Keil, Waltraud Pfalzgraf, Annida Diehl und Monika Battenberg. Rechts der Koordinator Markus Kink. Foto: Löwenberger

Oberaula. Nicht einmal zwei Stunden benötigten knapp 40 Bürgerinnen und Bürger am Donnerstagabend im Hotel „Zum Stern“ um den Verein „Gemeinsam für Oberaula“ (GfO) ins Leben zu rufen. Am Ende der Veranstaltung zählte der neue Verein bereits 36 aktive Mitglieder.

Allerdings hatte Bürgermeister Klaus Wagner gemeinsam mit dem Koordinator für Senioren- und Generationenhilfen im Schwalm-Eder-Kreis, Markus Kink, die Gründungsveranstaltung bestens vorbereitet. 14 Monate mit zahlreichen Veranstaltungsbesuchen, Tagungen und Besprechungen in Arbeitsgruppen lagen zwischen den ersten Gesprächen und der Vereinsgründung, berichtete Wagner.

Zudem war die Vereinssatzung hieb- und stichfest ausgearbeitet und vom Finanzamt Homberg bereits positiv bezüglich der Gemeinnützigkeit des Vereins geprüft worden. Des Weiteren hatte der Bürgermeister in zahllosen Telefonaten schon mal abgeklärt, wer denn für den Vereinsvorstand zur Verfügung stehen würde.

Generationenübergreifend

Ziel des Vereins ist es, die Nachbarschaftshilfe wieder zu aktivieren und eine Anlaufstelle für gegenseitige Hilfe aufzubauen, „für Menschen jeden Alters und ohne Vorbedingung.“ Dabei geht es um die kleinen Dinge des Lebens, etwa von einem einfachen Besuch der gegen Einsamkeit hilft, Unterstützung bei Behördengängen oder Einkäufen, Hilfe in Haushalt und Garten oder Blumengießen während des Urlaubs. Kink wies ausdrücklich noch einmal darauf hin, dass es sich hier um eine generationenübergreifende Einrichtung handle, in der auch Schüler und Jugendliche Hilfe anbieten oder suchen könnten.

Dazu wurde ein einfacher Themenbogen entwickelt, in dem man ankreuzen oder eintragen kann, welche Art von Unterstützung man anbietet oder sucht.

Im Übrigen sei der Verein, der sich keinesfalls als Konkurrent zu gewerblichen Anbietern sehe, schon vor seiner Gründung aktiv gewesen, erklärte Wagner. Zwei „Öffentliche Mittagstische“ im Vorraum der Turnhalle seien mit über 40 Besuchern beim ersten und 63 Gästen beim zweiten sehr gut angenommen worden. Ein Besucher habe gar gemeint, das könne man wöchentlich machen. Weil das gemeinsame Essen aber eine Menge Zeit und Vorbereitung braucht, wird es wohl beim vierteljährlichen Turnus bleiben, demnächst in der ehemaligen Schule, die derzeit zum Sozialzentrum umgebaut und Heimat des Vereins wird.

Wer jetzt dem Netzwerk Nachbarschaft beitreten möchte, der sollte sich an die Gemeindeverwaltung wenden. 15 Euro kostet der Jahresbeitrag, zehn Euro zahlt ein „Anschlussmitglied“, also Ehegatte oder Partner. Juristische Personen – auf gut Deutsch: Firmen und Betriebe – können sich für 60 Euro im Jahr an „Gemeinsam für Oberaula“ beteiligen.

Von Bernd Löwenberger

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