Einstellung eines gemeinsamen Baufachmanns gilt als Durchbruch zur Zusammenarbeit

Verband macht jetzt ernst

„Oberkirchentrau“: Die drei Gemeinden binden sich fester aneinander. Grafik:  HNA

Oberaula. Einen großen Schritt in Sachen interkommunaler Zusammenarbeit (IKZ) sind die Kommunen Neukirchen, Oberaula und Ottrau gegangen. Als Gemeindeverband Südlicher Knüll beschäftigen sie ab dem 1. Mai einen gemeinsamen Bauverwaltungsleiter.

„Das ist das Ende einer großen Diskussion und absolut richtungsweisend“, sagte die Vorsitzende der Verbandsversammlung, Marianne Hühn (SPD), der HZ. Sie selbst habe zunächst große Vorbehalte gegen den Plan gehabt. Viele Menschen im südlichen Knüll hätten Befürchtungen, dass ihren Kommunen durch die Zusammenarbeit eine weitere schmerzliche Gebietsreform wie Anfang der 70er-Jahre ins Haus stehe. Mittlerweile sei aber nahezu allen klar geworden, dass der gemeinsame Weg im Gemeindeverwaltungsverband alternativlos sei und „die Identität der Orte nur so erhalten wird“.

Der neue Bauverwaltungsleiter für „Obertraukirchen“, so die scherzhafte Vermengung der Ortsnamen, ist ein 48 Jahre alter Bauingenieur, der laut Marianne Hühn viel Erfahrung in Hoch- und Tiefbau, Klärtechnik und Vergaberecht mitbringt. Damit sei der Neue, Dipl.- Ing. Michael Slabon (Neukirchen), hervorragend qualifiziert und der ideale Bewerber. Er hat nun die Aufgabe, für die drei Kommunen mit zusammen 12 700 Einwohnern eine gemeinsame Baubehörde aufzubauen. Der Arbeitsvertrag wurde direkt am Mittwochabend im Rathaus Neukirchen unterzeichnet, dort wird der 48-Jährige auch sein Büro haben. Der städtische Bauamtsleiter Neukirchens geht im Sommer in den Ruhestand. Seine Stelle wird nicht wieder besetzt.

Von Anne Quehl

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