Prüfdienst bemängelt Oberjossaer Feuerwehrhaus – Umkleiden und Toiletten fehlen

Umbauen oder schließen

Muss umgebaut werden: Das Geräthaus in Oberjossa (rechts) braucht Umkleiden und Duschen. Die könnten in einem seitlichen Anbau Platz finden. Dazu könnten die Küche des Feuerwehrheims (links) und die Toiletten dort erweitert und umgebaut werden. Das sehen zumindest erste Ideen der Feuerwehrleute vor. Foto: Auel

Oberjossa. Muss der Komplex aus Gerätehaus und Feuerwehrheim umgebaut werden? Und wenn ja, wie genau soll das Ergebnis danach aussehen? Diese Fragen beschäftigten die Mitglieder der Feuerwehr Oberjossa bei ihrer Jahreshauptversammlung.

Anlass der Diskussion war der Befund des technischen Prüfdienstes, der in dem Breitenbacher Ortsteil vergangenes Jahr zum wiederholten Male bemängelte: Es fehlt an einer ordentlichen Umkleide nebst Duschen und nach Geschlechtern getrennten Toiletten in dem Gerätehaus, welches direkt neben dem Feuerwehrheim steht.

Gemäß geltenden Feuerwehrvorschriften ist das nicht ganz in Ordnung. Nach einem Brandeinsatz, so sagt es die Regelung, ist es den Feuerwehrleuten verboten, sich mit der Einsatzkleidung einfach in ihr Privatauto zu setzen und nach Hause zu fahren. So könnten nämlich Giftstoffe, die sich durch das Feuer in der Uniform oder am Körper festgesetzt haben, die Helfer krank machen.

Uniform ablegen

Laut Vorschrift muss es jedem Feuerwehrmann und jeder Feuerwehrfrau möglich sein, nach dem Löschen des Feuers im Quartier die Uniform abzulegen, sich zu duschen und wieder die saubere Zivilkleidung anzuziehen. Als die Feuerwehrleute vor knapp 14 Jahren ihr Gerätehaus in kompletter Eigenregie neu bauten, haben sie Duschen, Toiletten und Umkleiden weggelassen. Im Rückblick sei es ein gemeinsamer Fehler der Gemeinde und der Feuerwehr gewesen, die Fördermittel beim Land nicht beantragt und die Einrichtungen nicht gebaut zu haben, sagte Wehrführer Lars Stein.

Ändert sich an der Situation nichts, hieß es auf der Versammlung, könnten die Behörden durchaus irgendwann das Gerätehaus dichtmachen. Heinrich Stiebing, Ortsvorsteher und ehrenwertes Urgestein der Oberjossaer Feuerwehr, berichtete darauf, der Gemeindevorstand habe um Lösungsvorschläge für das Problem aus dem Ortsteil gebeten. Deshalb solle es bald ein Treffen des Ortsbeirats und des Feuerwehrvorstandes geben. Erste Ideen wurden bereits auf der Jahreshauptversammlung diskutiert. Ein Konzept, das Gehör fand: Das Gerätehaus und das Feuerwehrheim baulich verbinden, dazu sollen die Umkleiden und Duschen in einem Anbau an das Gerätehaus Platz finden – während die Küche und die Toiletten des Feuerwehrheims erweitert und umgebaut werden. Artikel Links

Von Juri Auel

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