Feuerwehrhaus in Niederjossa entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen

Umbau oder Neubau?

Nicht mehr zeitgemäß: Ob die das alte Dorfgemeinschaftshaus in Niederjossa für die Belange der Feuerwehr umgebaut wird, oder an einem anderen Standort ein neues Gerätehaus gebaut wird, soll jetzt entschieden werden. Foto: Eisenberg

Niederjossa/Solms. Mehreren Gemeindevertretern im Saal des Solmser Dorfgemeinschaftshauses war am Freitag deutlich anzusehen, dass auch ihnen das Thema unter den Nägeln brannte. Doch bei Anfragen hat nach der Geschäftsordnung in der Gemeindevertretersitzung – abgesehen von zwei Zusatzfragen des Antragsstellers – nur der Gemeindevorstand das Wort. Die Mitglieder der AfD-Fraktion hatten nach dem Gesamtkonzept für die Niederaulaer Feuerwehren vor dem Hintergrund eines möglichen Neu- beziehungsweise Umbaus des Gerätehauses in Niederjossa gefragt.

Drei Umbauvarianten

Im Zuge der Dorferneuerung waren drei Umbauvarienten der bisherigen Unterkunft im alten Dorfgemeinschaftshaus sowie ein kompletter Neubau überprüft worden.

Der Neubau habe sich dabei laut Bürgermeister als günstigste Variante erwiesen und sei zudem voll förderfähig. Der Gemeindevorstand habe sich daher für den Neubau ausgesprochen.

Die derzeitige Unterkunft werde regelmäßig vom technischen Prüfdienst beanstandet, so der Bürgermeister. Unter anderem, weil dort die sanitären Anlagen fehlen, die Einsatzkräfte ihre Schutzkleidung zuhause lagern müssen und die Fahrzeugfläche und andere Sicherheitsstandards nicht den neuesten Bestimmungen entsprechen. Im Bedarfs- und Entwicklungsplan sei deshalb ein Neubau vorgesehen; Haushaltsmittel von 300 000 Euro seien bewilligt.

Alexander Sauer (AfD) wollte wissen, ob die Möglichkeit zur Fusion mit anderen Wehren untersucht worden sei. Das werde derzeit für kleinere Ortsteilwehren wie Solms oder Hilperhausen diskutiert, entgegnete der Bürgermeister. In einem Ort mit 600 Einwohnern halte er es für wenig sinnvoll, einen Feuerwehrstandort aufzugeben, betonte Rohrbach. Einerseits, weil dort der Brandschutz sichergestellt werden müsse und andererseits, weil die Niederjossaer Wehr eine starke Jugendabteilung habe. Für Brandschutz und Einsätze auf der Autobahn müsse die Gemeinde genügend wasserführende Fahrzeuge vorhalten. Im Falle einer Fusion müsste nach Ansicht des Bürgermeisters stattdessen im Kernort neu gebaut werden. Warum beim Umbau der alten Schule zum neuen Dorfgemeinschaftshaus nicht gleich auch für die Feuerwehr gesorgt worden sei, wollte Norbert Faust wissen.

Günstigste Variante

Seinerzeit, so Rohrbach, sei entschieden worden, im Zuge der Dorferneuerung erst das Dorfgemeinschaftshaus anzugehen und dann nach einer Lösung für die Feuerwehr zu suchen. Jetzt werde geprüft, welches die günstigste Variante ist.

Damit waren die beiden Zusatzfragen der AfD erschöpft. Spätestens in der Debatte über den Haushalt 2015/2016 wird das Thema das Parlament wieder beschäftigen.

Von Jan-Christoph Eisenberg

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