Verhandlungen für Standort des Rotkäppchenturms zwischen Hausen und Weißenborn

Der Turm rückt ein Stück

Wilfried Lippert, Vorsitzender des Vereins Universi Villani.

Weißenborn/Oberaula. Der Weißenborner Verein Universi Villani führt die Verhandlungen um den Standort des Rotkäppchensturms in eine dritte Runde. Derzeit steht Vorsitzender Wilfried Lippert in Verhandlungen mit dem Eigentümer einer Wiese an Zieglers Kuppe. Der Turm soll dort nun unterhalb der Spitze auf 480 Metern über Normalnull errichtet werden.

Erste Pläne im Oktober

Im Oktober vergangenen Jahres hatte Universi Villani erstmals die Pläne für den Rotkäppchenturm vorgestellt. Nach dem Dorfjubiläum in Weißenborn nahm die Idee Formen an, auf Zieglers Kuppe zwischen Weißenborn und Hausen einen siebzehn Meter hohen Aussichtsturm zu errichten.

Der Standpunkt auf der Höhe sollte den Weitblick in die Rhön, die Schwalm, Richtung Oberaula und den Vogelsberg ermöglichen. Doch die Eigentümer stimmten dem Bau nicht zu. Sie sahen die Möglichkeit zur Jagd durch den Aussichtsturm gefährdet, sagte Wilfried Lippert. „Das war ein Rückschlag.“

So wurde nach einem zweiten Standort am Basaltwerk Kirschenwald gesucht, doch die Basalt AG behält sich die Möglichkeit weiterer Sprengungen vor. So wurde nach einem dritten Standort Ausschau gehalten. „Das ist mein letzter Versuch“, sagte Lippert, der sich seit 2010 für den Turm mit Betzel einsetzt. Gespräche mit dem Grundstückseigentümer, Naturschutzbehörde und Bergbauamt finden statt.

Der neue Standort liegt auf einer Wiese am Waldrand. Der Rundumblick bliebe an diesem Standort erhalten, so Lippert, außer in Richtung Oberaula soll man nicht mehr so gut schauen können.

„Die Finanzierung war zu 90 Prozent gesichert, die Pläne liegen in der Schublade“, sagte der Universi-Villani-Vorsitzende. Für den Bau müssen nun neue Förderanträge in Höhe von 75 000 Euro beim Zweckverband Knüllgebiet gestellt werden. 25 000 Euro spendeten bereits die regionalen Banken und Universi Villani. Der Plan des Vereins ist, dass am 1. Mai der neue Ausflugspunkt stehen soll.

Per Erbpacht wird der Rotkäppchenturm auf 99 Jahre angelegt. Die Kosten für die Pflege übernimmt Universi Villani. Eventuell soll eine geringe Eintrittsgebühr erhoben werden.

„Touristische Attraktion“

Lippert spricht vom Rotkäppchenturm als touristische Attraktion in den Gemeinden Ottrau und Oberaula. Auch dem Bahnradweg würde eine weitere Sehenswürdigkeit gut zu Gesicht stehen, davon ist der Weißenborner überzeugt.

Hintergrund

Von Claudia Schittelkopp

Kommentare