Vereine und Einwohner aus Willingshain bauen und finanzieren einen neuen Dorfplatz

Treffpunkt in der Mitte

Arbeitseinsatz: (von links) der ehemalige Wehrführer der Willingshainer Feuerwehr, Horst Reuber, der Vorsitzende der Willingshainer Haie, Gisbert Naumann und Ortsvorsteher Rainer Weppler bereiten den Boden für den neuen Dorfplatz. Foto: Eisenberg

Willingshain. Das Fundament für die Wege ist bereits gelegt, die Randsteine sind gesetzt und auch der Brunnen wurde schon eingefasst. Ein hölzerner Pavillon und Ruhebänke sollen in den kommenden Monaten folgen. In der Ortsmitte von Willingshain gestalten die Einwohner und alle Vereine des Kirchheimer Ortsteils in Eigenarbeit einen Dorfplatz.

„Das Gelände war früher ein Garten, den die Gemeinde für den Neubau der Ortsdurchfahrt erworben hat“, berichtet Ortsvorsteher Rainer Weppler. Für das Dorfplatzprojekt stelle die Gemeinde zwar das Grundstück, trage aber keine weiteren Kosten. Bewohner und Vereine steuern also nicht nur ihre Arbeitskraft bei, sondern übernehmen auch einen Großteil der Materialkosten. Bei der Neugestaltung ihres Ortsmittelpunktes erfahren die Willingshainer Unterstützung von Sponsoren. So übernimmt die Stiftung „Gutes tun“ der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg die Kosten für die Fertigung des Holzpavillons in Höhe von 1500 Euro. „Auch die ortsansässigen Firmen unterstützen das Projekt“, berichtet Weppler. Die Kosten, die von den Vereinen geschultert werden müssen, gibt er mit 6000 Euro an. Der Bau des Dorfplatzes wurde dafür in mehrere Teilprojekte untergliedert, die jeweils von einem Verein federführend übernommen werden. So sind die Mitgleider des Schützenvereins für den Bau der Gehwege zuständig, der örtliche Sparverein richtet das Fundament für den Pavillon her. Die Freizeitfußballer „Willingshainer Haie“ übernehmen den Bau des Pavillons, die Damengymnastikgruppe sorgt für den Anstrich des Gebäudes sowie der Bänke und pflanzt eine Buchenhecke. Die Burschenschaft kümmert sich um die Seitenbefestigung, die Jagdgenossenschaft ist für das Fundament des Brunnens zuständig und die Feuerwehr übernimmt Brunnenstein, Umrandung und Wasserlauf. Weil die handelnden Personen in den unterschiedlichen Vereinen teilweise deckungsgleich seien und man sich im Ort kenne, verlaufe in der Praxis vieles Hand in Hand, berichtet Rainer Weppler.

Bis zum Einbruch des Winters wollen die Willingshainer alle groben Arbeiten erledigt haben.

Von Jan-Christoph Eisenberg

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