Theatergruppe Großentaft zeigt vergnügliches Stück um einen geplagten Vater

Töchter zu verschenken

Am 13. Dezember ist Premiere in Großentaft: Die Schauspielertruppe (vorne von links) Lotta-Marie Fischer, Heiko Höll, Christian-Josef Wuscher, (hinten von links) Chanise Kalb, Bernd Krieg, Denise Kommer, Daniel Traud, Tobias Schäfer, Philipp Krieg und Marc Ide zeigt das Stück „Töchter zu verschenken“. Foto: Desoi

Großentaft. Wie jedes Jahr um die Weihnachtszeit präsentiert sich die Theatergruppe Großentaft mit drei Aufführungen. Dieses Jahr steht die Komödie „Töchter zu verschenken“ von Heidi Mager auf dem Programm und zwar am 13., 20. und 26. Dezember jeweils ab 20 im Haus Hessisches Kegelspiel im Eiterfelder Ortsteil Großentaft.

Die Theatergruppe Großentaft ist die jüngste Theatergruppe der Großgemeinde Eiterfeld. Seit der Gründung im Jahr 1992 werden zur Weihnachtszeit Aufführungen veranstaltet. Diese sind inzwischen ein fester kultureller Bestandteil. Die ausgesuchten Theaterstücke sind humorvoll und garantieren viele Lacher, vielleicht auch, weil sie viele kleine menschliche Schwächen offenbaren und die Zuschauer sich darin selbst erkennen.

Bevor die drei Aufführungen „stehen“, ist jedes Jahr ein großes ehrenamtliches Engagement von Nöten. Im Juni wurde gefragt, wer mitspielen möchte. Dann wurde ein passendes Stück für sieben männliche und vier weibliche Bewerber herausgesucht. Seit Anfang August wird geprobt. Erst einmal die Woche, dann zweimal die Woche. Hinzu kam ein Probenwochenende in der Blockhütte von Dietges.

Große Unterstützung leistet der Theaterpädagoge Bernd Krieg. Schon vier seiner fünf eigenen Kindern spielen in der Jungbühne Großentaft mit. Diese Jugendbühne ist auch ein großes Reservoir, aus dem die eigentliche Theatergruppe ihren Nachwuchs schöpft.

Viel Arbeit

Besonders viel Arbeit fällt in den letzten Wochen an. Dann kommt der Kartenvorverkauf hinzu sowie die Organisation der Verköstigung an den Aufführungen. Ganz zu schweigen von dem Bühnenbild. Das wird auch selbst zusammengestellt und gebaut.

Auch dieses Jahr wieder ist das Stück gespickt mit witzigen Szenen: Leo Köberle betreibt eine Pension am Existenzminimum. Hinzu kommen Probleme mit seinen drei Töchtern: Cornelia vertreibt Kunststoffdosen. Das ganze Haus quillt vor Plastikware über und sie hat das rechte Verkaufs-Mundwerk dazu. Mary lebt in Scheidung mit dem untreuen Ehemann Salvatore. Dieser ist ein Schürzenjäger par excellence und ebenfalls Bewohner der Pension. Die dritte Tochter Helga hat ein uneheliches Kind und möchte nicht sagen, wer der Vater ist. Leos Ehefrau Lydia trägt ihm auch nur Anforderungen und Negativmeldungen zu.

Das Blatt scheint sich für Leo zu wenden, als er eine Million im Lotto gewinnt. Die Heiratskandidaten bestürmen die Pension. Ehemalige Anfeindungen scheinen vergessen und selbst der Bürgermeister überschlägt sich vor Freundlichkeit. Will er doch seinen stoffeligen Sohn Anton mit der schönen Conny verkuppeln.

In das ganze turbulente Geschehen platzt der Schlagerstar Ewald Hinterler. An einem geht das turbulente Geschehen total vorbei: der erfolglose, total gehemmte Staubsaugervertreter Eduard Schmalzer. Die Missverständnisse in der Pension häufen sich. Das Fass zum Überlaufen bringt Leos Erkenntnis, dass er den Lotto-Gewinn falsch interpretiert hat. Wie im richtigen Leben scheiden sich nun die echten von den falschen Freunden. Trotzdem bringt Leo nun endlich seine drei Töchter unter die Haube.

Von Christa Desoi

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