Initiative im Internet hofft auf neue Ideen für den Erhalt der Kirchheimer Freizeitanlage

Tierpark mit Facebook retten

Gemeinsam mit einigen Kindern aus der Nachbarschaft des Freizeit- und Erlebnisparks Kirchheim machte Jörg Schäfer (rechts) auf seine Aktion aufmerksam. Bei Facebook hat er die Gruppe „Rettet den Tierpark Kirchheim“ gegründet. Foto: Löwenberger

Kirchheim. Ein Gruppe „Rettet den Tierpark Kirchheim“ hat Jörg Schäfer, Verkaufsleiter des Tulip Inn Roadhouse Kirchheim im Internet-Netzwerk Facebook gegründet um darin um Ideen und Vorschläge zum Erhalt des Freizeit- und Erlebnisparks zu bitten.

„Der Tierpark befindet sich nicht weit von unserer Anlage, und wir finden, er gehört zu Kirchheim“, begründet Schäfer sein Engagement. Jetzt will er Kirchheimer Unternehmer und Gastronomen, möglicherweise auch mit Unterstützung durch Verbände und Organisationen, an einen Tisch bringen, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Die Gründung eines unabhängigen Vereins, Tierpatenschaften oder mehr Veranstaltungen im Gelände des Parks könnten nach Ansicht des Initiators für mehr Geld in der Kasse sorgen.

Kosten blieben bei Kommune

Das alles ist allerdings nicht ganz neu. Bereits lange bevor die Gemeinde Kirchheim den Beschluss zur Abwicklung des Parks wegen der notwendigen Konsolidierungsmaßnahmen zur Teilnahme am Rettungsschirmprogramm des Landes Hessen beschlossen hat, waren Tierpatenschaften und großzügige Sponsoren im Gespräch. Schlussendlich aber blieben die Kosten bei der Kommune.

Die Facebook-Gruppe sei förmlich explodiert, sagt Schäfer und schließt aus der Anzahl von knapp 500 Mitgliedern in wenigen Tagen auf großes Interesse am Erhalt des Parks. Dabei vergisst er allerdings zu erwähnen, dass zahlreiche Facebooknutzer durch bloße Einladung oder durch einfaches Hinzufügen Mitglied wurden und teils selbst gar nichts von ihrer Gruppenzugehörigkeit wissen.

Den Kontakt mit der Kommune indes hat Schäfer noch nicht gesucht. Im Rathaus ist man daher wenig erfreut über die Aktion. Bürgermeister Manfred Koch fürchtet, dass es zu unüberlegten Schnellschüssen kommen könnte, die dem Park eher schaden als nutzen. „Wenn uns allerdings jemand ein ausgereiftes und nachhaltiges Konzept zum Erhalt und zur Finanzierung des Parks vorlegt, können wir über alles reden“, räumt Koch ein. Außerdem, so ist aus dem Rathaus zu hören, gebe es noch andere Gruppen, die sich um den Erhalt des Freizeitparks bemühen. Für nähere Informationen dazu sei es aber noch zu früh. (lö)

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