Jahreshauptversammlung der Niederaulaer Feuerwehren mit Neuwahlen

2 185 Stunden im Einsatz

Führungsspitze: Kreisjugendfeuerwehrwart Bernd Spoelstra, Bürgermeister Thomas Rohrbach. GBI Matthias Schenk, Gemeindejugendfeuerwehrwart Roland Pfaff, stellv. GBI Mike Völker, Kreisbrandmeister Udo Mohr und Schriftführer Jörg Keileweit (von links). Foto: Braune

Niederaula. Mike Völker ist neuer stellvertretender Gemeindebrandinspektor der Marktgemeinde Niederaula. Bei der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der acht Niederaulaer Ortsteilwehren wurde der Kerspenhäuser einstimmig zum Nachfolger von Udo Mohr gewählt. Der bisherige Amtsinhaber hatte nach 18-jähriger Führungstätigkeit –zunächst als Wehrführer in Niederaula, dann als stellvertretender Gemeindebrandinspektor – aus persönlichen Gründen nicht wieder kandidiert und wurde mit großem Dank aus seinem Amt entlassen.

Mike Völker wechselte 1987 aus der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung der Wehr Kerspenhausen und ist dort mittlerweile im 14. Jahr Wehrführer. Er bekleidet den Dienstgrad eines Oberbrandmeisters.

Zweite volle Amtsperiode

In seine zweite volle Amtsperiode (er ist seit 2005 im Amt) geht Gemeindebrandinspektor Matthias Schenk, der mit deutlicher Mehrheit wiedergewählt wurde. Um den Nachwuchs kümmert sich auch in den nächsten fünf Jahren Gemeindejugendwart Roland Pfaff. Auch er wurde einstimmig wiedergewählt.

Die Zahl der Aktiven ist im vergangenen Jahr leicht gesunken, um sechs Kameraden auf 180 Männer und neun Frauen. Ihre Hilfsbereitschaft summierte sich bei den insgesamt 101 Einsätzen auf 2 185 Einsatzstunden. Allein 31 mal brannte es im Gemeindegebiet. Besonders der 27. und 28. April dürfte in Erinnerung geblieben sein. Zunächst rückte die Wehr Niederaula zu einem Gartenhüttenbrand aus, wenig später brannte eine Scheune in voller Ausdehnung. In beiden Fällen war vermutlich Brandstiftung die Ursache. Ein technischer Defekt setzte im Herbst einen Carport mit angrenzendem Wohnhaus in Brand. Ein Schwelbrand in einer Metzgerei im Aulacenter wurde von Passanten noch rechtzeitig bemerkt, bevor das Feuer auf das Gebäude übergreifen konnte. In der Statistik sind zudem elf Unwettereinsätze, diverse Hilfeleistungen und sieben Fehlalarmierungen verzeichnet.

Auch im vergangenen Jahr nutzten die Einsatzkräfte die verschiedenen Weiterbildungsangebote auf Landes- und Kreisebene.

Für den Ernstfall wurden die unterschiedlichen Szenarien immer wieder geprobt. Im Mittelpunkt stand dabei eine realitätsnahe Übung im alten Lehrerhaus in Niederjossa. Einen Tag vor dessen Abriss konnten die Einsatzkräfte proben, wie es ist, wenn alles verraucht ist und die Türen und Fenster verschlossen sind.

Vielfältige Aktivitäten zeichnen auch die Nachwuchsarbeit aus. Die 38 Jungs und 29 Mädchen in den sechs Jugendfeuerwehren beteiligten sich an jugendgerechten Ausbildungen, Wettkämpfen und Fahrten.

Gemeinde investiert

Niederaulas Bürgermeister Thomas Rohrbach dankte den Einsatzkräften für ihre Hilfsbereitschaft. Er wies in seinem Grußwort auf verschiedene Investitionen etwa für den Digitalfunk hin. Im August dieses Jahres soll das neue HLF 20/16 für die Kernwehr ausgeliefert werden.

Kreisbrandmeister Udo Mohr ging in seinem Grußwort auf die Digitalfunk-Einführung und den guten Ausbildungsstand der Niederaulaer Wehren ein. Kreisjugendfeuerwehrwart Bernd Spoelstra warb in seinem Grußwort, die Jugendfeuerwehren und ihre Betreuer zu unterstützen. Er dankte Roland Pfaff und seinem Team für die gute Arbeit, die für den Nachwuchs geleistet werde. (red/zac)

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